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WIL: Kinder wandern mit Wanda

Auch im Zeitalter der Digitalisierung ist es für Kinder wichtig, Zeit draussen zu verbringen. Die 18-jährige Leonie Herde hat deshalb einen Erlebnisweg rund um Rossrüti geschaffen.
Gianni Amstutz
Leonie Herde präsentiert eines ihrer Musterschilder, die später im A3-Format entlang des Erlebniswegs aufgestellt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Leonie Herde präsentiert eines ihrer Musterschilder, die später im A3-Format entlang des Erlebniswegs aufgestellt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

«Anstatt draussen die Natur zu erkunden, sitzen viele Kinder heutzutage lieber vor dem Fernseher oder beschäftigen sich mit ihrem Smartphone oder Tablet», sagt Leonie Herde. Gemäss einer Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) gamen mehr als die Hälfte der Jugendlichen mehrmals pro Woche. Noch weit höher ist der Anteil der Smartphone-Nutzer. Selbst bei den 12- bis 13-Jährigen beträgt dieser 98 Prozent. «Durch die Digitalisierung nimmt die Zeit ab, welche Kinder in der Natur verbringen», erklärt die Maturandin die Ergebnisse ihrer Arbeit. Die 18-Jährige aus Rossrüti will daran etwas ändern.

Sie sei als Kind viel draussen gewesen und habe mit anderen Kindern etwas unternommen oder ging mit der Familie wandern. Deshalb hat sie im Rahmen ihrer Maturaarbeit nach Wegen gesucht, wie Kinder wieder dazu motiviert werden können, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Entstanden ist das Konzept für einen Erlebnisweg, der in rund zwei Stunden um Rossrüti führt.

Mehr als eine Wanderung

An zehn Wegpunkten warten auf die Kinder verschiedene Posten. Mal müssen sie Spuren den entsprechenden Tieren zuordnen, mal über einen Baumstamm balancieren oder mit Materialien, die sie im Wald finden etwas basteln. «Das Ziel des Erlebniswegs ist es, verschiedene Fähigkeiten der Kinder zu fördern», erklärt Leonie Herde. Ausserdem weiss sie aus eigener Erfahrung, dass klassische Wanderwege für Kinder langweilig sein können. «Ich fand Erlebniswege früher immer spannender.» Durch die Aktivitäten und die Geschichte erlebten Kinder die Wanderung mit anderen Augen. Anstatt sie als anstrengend zu empfinden, richte sich ihr Fokus auf das Erlebnis. So ist auch der Erlebnisweg von Leonie Herde in eine Rahmenhandlung eingewoben. Steter Begleiter der kleinen Wanderer ist dabei die Schnecke Wanda, welche an jedem Posten auftaucht.

Das Sujet hat die Maturandin bewusst gewählt. Einerseits ist die Schnecke auf dem Wappen Bronschhofens und seit der Gemeindefusion auf jenem Wils zu sehen, andererseits steht die Schnecke symbolisch für die Entschleunigung des Alltags in einer immer mehr von Geschwindigkeit geprägten Welt.

Für ihre Abschlussarbeit hat Leonie Herde erst das Konzept des Erlebniswegs entworfen. Doch für sie sei von Beginn an klar gewesen, dass es dabei nicht bleiben sollte. Deshalb nahm sie noch bevor sie mit ihrer Arbeit begonnen hatte, Kontakt mit Ruedi Schär vom Infocenter der Stadt Wil auf. Dieser sicherte ihr seine Unterstützung dabei zu, ihr Konzept in die Tat umzusetzen. Derzeit holt er von den verschiedenen Grundeigentümern die Bewilligungen zum Aufstellen der Tafeln ein. «Ich bin zuversichtlich, dass wir den Erlebnisweg auf den Frühling oder Sommer hin realisieren können», sagt Leonie Herde.

Hinweis

In loser Folge stellt die «Wiler Zeitung» Maturaarbeiten vor.

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