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WIL: Kein Kind muss zu Hause bleiben

Zurzeit weilen viele Schulklassen im Skilager. Wenn dieses freiwillig ist, müssen Eltern sich stärker an den Kosten beteiligen. Dank eines Sozialtarifes scheitert die Lagerteilnahme für Wiler Kinder aber nicht am Geld.
Gianni Amstutz
In der Wintersportwoche lernen Kinder neben dem Skifahren auch soziales Zusammenleben und Kameradschaft. (Archivbild: Susann Basler)

In der Wintersportwoche lernen Kinder neben dem Skifahren auch soziales Zusammenleben und Kameradschaft. (Archivbild: Susann Basler)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

In dieser Woche sind zahlreiche Wiler Schulklassen auf der Skipiste anstatt im Klassenzimmer anzutreffen. In diesem Zusammenhang wirft ein Entscheid des Bundesgerichts hohe Wellen. Eltern müssen demnach für Skilager weniger bezahlen, dafür wird es für die Schulen teurer. Maximal 16 Franken pro Person und Tag dürfen die Schulen von den Eltern noch verlangen, so das Urteil des Bundesgerichts. Doch wie sich zeigt, existiert im Kanton St. Gallen bereits seit 2001 eine Weisung des Erziehungsrates, welche die Kostenbeteiligung der Eltern an Lagerwochen auf 15 Franken pro Tag begrenzt. Dies gilt jedoch ausschliesslich dann, wenn die Lager obligatorisch sind und es keine gleichwertigen Alternativangebote gibt.

Weiterführung der Lagerwochen unbestritten

In Wil sind manche Skilager freiwillig während andere obligatorisch sind. «Unabhängig, ob es sich um ein Sommerlager oder eine Wintersportwoche handelt, betragen die durchschnittlichen Lagerkosten deutlich mehr als die 15 Franken, die wir bei obligatorischen Lagern von den Eltern pro Tag erheben», sagt Jutta ­Röösli, Vorsteherin des Departements für Bildung und Sport. Für die zusätzlichen Kosten muss die Schule aufkommen. Trotzdem steht in Wil nicht zur Diskussion, Skilager oder andere Lagerwochen abzuschaffen.

«Die Schulen haben einen umfassenden Bildungsauftrag. Dieser beinhaltet auch die Förderung der Sozialkompetenzen», sagt Jutta Röösli. Gerade in einem Lager könne dieser Kompetenzbereich besonders gefördert sowie soziales Zusammenleben und Kameradschaft geübt werden. Ausserdem würden Skilager nach wie vor einem grossen Bedürfnis entsprechen. Dies zeige sich darin, dass auch bei freiwilligen Wintersportwochen nur vereinzelt Schülerinnen und Schüler zu Hause in Wil bleiben und am Programm für die Daheimgebliebenen teilnehmen.

Maximal 180 Franken pro Woche

Doch können überhaupt alle Kinder an freiwilligen Skilagern teilnehmen, wenn bei diesen keine Kostenobergrenze für Elternbeiträge existiert? Jutta Röösli beruhigt: «Der Elternbeitrag liegt bei freiwilligen Lagern zwischen minimal 75 und maximal 180 Franken pro Woche. Die Kosten werden auf der Grundlage eines Sozialtarifes berechnet. Somit ist es auch Kindern aus Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln möglich, in die Lager zu fahren.»

Wie viele Lager obligatorisch beziehungsweise freiwillig sind, bestimmt einerseits die Schulverwaltung, anderseits die Klassenlehrperson. Auf der Mittelstufe wird für die Schülerinnen und Schüler je ein obligatorisches Sommer- und Winterlager durchgeführt. Somit sind zwei Lager während der Mittelstufe obligatorisch. Zusätzlich besteht für die Klassenlehrperson die Möglichkeit, ein freiwilliges Sommer- oder Wintersportlager zu organisieren. Alle Jugendlichen der 1. Oberstufe der Schulen der Stadt Wil fahren in die Wintersportwoche. Dieses wird zumeist polysportiv organisiert. In der 2. und 3. Oberstufe wird je Schuljahr ebenfalls ein Lager organisiert. Dabei besteht die Wahlfreiheit für die Lehrperson, ob dies beispielsweise im 2. Oberstufenjahr eine obligatorische Wintersportwoche und im 3. Oberstufenjahr ein freiwilliges Sommerklassenlager ist.

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