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WIL: Käufe entwickeln sich zur Kunst

An der diesjährigen artWil findet in der Fussgängerzone der Oberen Bahnhofstrasse eine Kunst-Aktion statt. Dabei werden Waren aus den Geschäften der Wiler Einkaufsmeile in Skulpturen, Installationen und vieles mehr verwandelt.
Ursula Ammann
Das Kollektiv Arthur Junior führt die Aktion durch. Dessen Mitglieder – auf dem Bild zu sehen ist auch Marcel Hörler – haben die Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die in der Fussgängerzone ausstellen. Für die Arbeit steht diesen auch ein Atelier in der Altstadt zur Verfügung. (Bild: pd)

Das Kollektiv Arthur Junior führt die Aktion durch. Dessen Mitglieder – auf dem Bild zu sehen ist auch Marcel Hörler – haben die Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die in der Fussgängerzone ausstellen. Für die Arbeit steht diesen auch ein Atelier in der Altstadt zur Verfügung. (Bild: pd)

WIL. 1000 Franken erhalten und in der Fussgängerzone der Oberen Bahnhofstrasse verprassen: Dazu würde wohl niemand Nein sagen. Neun Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und Europa kommen im Sommer in diesen Genuss. Allerdings haben sie gleichzeitig die Aufgabe, aus den eingekauften Waren ein Kunstwerk zum Thema «Shopping» zu erstellen. Die Aktion findet im Rahmen der diesjährigen artWil statt. Durchgeführt wird sie von Arthur Junior, einem siebenköpfigen Kollektiv, gegründet von zwei Wattwilerinnen.

Entstehung live miterleben

Die Geldübergabe steht am 9. Juli an. Ab dann bleiben den Künstlerinnen und Künstlern drei Wochen, um ihr Werk auf die Beine zu stellen. «Einzige Bedingung ist, dass die 1000 Franken in den Geschäften der Fussgängerzone ausgegeben werden», sagt Marcel Hörler von Arthur Junior. Die Art und Weise, wie das Thema Shopping künstlerisch umgesetzt werde, lasse man aber offen. «So können beispielsweise Skulpturen, Installationen oder andere Formen entstehen», erklärt Hörler.

Die Öffentlichkeit kann die Entwicklungsphase von der Ware zum Kunstwerk live miterleben. Sei es direkt vor Ort oder auch im Internet. Am 30. Juli werden diese an der Ausstellungseröffnung präsentiert. Zuvor steht ein fünftägiger Workshop auf dem Programm, zu dem sich Jugendliche aus Wil anmelden können. Sie führen in diesem Rahmen auch eine Diskussion rund ums Thema Einkaufen.

Abgeschlossener Rahmen

Ursprünglich sei zur Debatte gestanden, auch die Altstadt und deren Geschäfte in die Aktion mit einzubeziehen, sagt Marcel Hörler. Man habe sich aber dagegen entschieden. Die Altstadt sei mehr als nur eine Ort zum Einkaufen. «Die Obere Bahnhofstrasse hingegen ist eine typische Shoppingmeile und bildet einen geeigneten, abgeschlossenen Rahmen für eine solche Aktion», sagt er. Ganz aussen vor bleibt die Altstadt aber nicht. Die Künstlerinnen und Künstler werden während der artWil dort arbeiten. So teilen sie sich alle ein Atelier in der Altstadt.

Kunst und Ökonomie verbinden

Arthur Junior wurde von der Kulturkommission Wil angefragt, die artWil zu organisieren. Neben der Stadt Wil sowie verschiedenen Stiftungen wird die Kunstaktion auch von Wil-Shopping mitunterstützt und -organisiert. «Wir waren thematisch aber völlig frei», sagt Marcel Hörler. «Die Idee stammt von uns».

Ziel von Arthur Junior ist es, ökonomische und künstlerische Methoden und Strategien miteinander zu verknüpfen und damit eine breite öffentliche Diskussion über das Thema Shopping zu eröffnen.

Weitere Informationen unter www.arthurjunior.ch

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