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WIL: Jugend kennt keine berufliche Zukunftsangst

Der Tag der offenen Tür der Berufs- und Laufbahnberatung Wil wurde am Samstag rege genutzt. Wichtige Themen waren Neuorientierung, Weiterbildung, Wiedereinstieg, Stellenverlust und Integrationsfragen.
Annemarie Diehl, Leiterin und Berufs- sowie Laufbahnberaterin, im Gespräch mit zwei Frauen, die sich informierten. (Bild: Roland P. Poschung)

Annemarie Diehl, Leiterin und Berufs- sowie Laufbahnberaterin, im Gespräch mit zwei Frauen, die sich informierten. (Bild: Roland P. Poschung)

«Neben den Kerngeschäften der persönlichen Beratung organisieren wir zahlreiche Veranstaltungen an Oberstufen- und Mittelschulen, Informationsanlässe und Seminare, um die bestmögliche berufliche Orientierung zu geben», sagt Annemarie Diehl, Leiterin und Berufs- sowie Laufbahnberaterin.

Die erste Berufsberatungsstelle im Kanton St. Gallen wurde 1918 gegründet. In Wil seien heute zwölf Personen angestellt, davon neun in der effektiven Beratung. Die Nachfrage nach Beratungen sei kontinuierlich gestiegen, stellt Annemarie Diehl fest. Jährlich würden 1100 Personen betreut, davon seien 60 Prozent Jugendliche und 40 Prozent Erwachsene. Auch 25- bis über 55-jährige Personen könnten sich ausführlich beraten lassen, denn die berufliche Entwicklung sei eng mit der komplexen Wirtschaft verbunden.

Die Studien- und Laufbahnberatung ist im Gegensatz dazu für den ganzen Kanton am Standort St. Gallen niedergelassen. Dort bekommen auch über 60-jährige Erwachsene, die stellenlos und möglicherweise beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum ausgesteuert sind, eine individuelle Beratung. Konkret werden dann die Suchstrategien und Kompetenzen analysiert und Verbesserungen aufgezeigt.

Qualifikation, Alter versus Erfahrung

Annemarie Diehl sieht berufliche Probleme speziell bei wenig qualifizierten Personen ohne einen Berufsabschluss. Die berufliche Zukunft von Migranten und Flüchtlinge, die im Kanton bleiben, sei ebenso schwierig. «Eine Berufslehre bildet eine gute Basis in der Entwicklung, dazu kommt das Bewusstsein, dass das Lernen lebenslang dauert. Die Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen hat vor der beruflichen Zukunft keine Angst. Sie sehen gute Möglichkeiten, ihre Talente auszuleben. Viele leben im Moment und lassen Ereignisse auf sich zukommen und sind offen für neue Herausforderungen.»

Robotertechnik und Digitalisierung zeigten Auswirkungen in der Industrie und in dem Bankwesen, sagt Diehl. Bei älteren Arbeitnehmenden komme es stark auf die Bereitschaft an, Neues zu lernen, sich mit den Neuen Medien und der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Wertvoll seien bedürfnisgerechte Berufserfahrungen und mehrere Sprachkenntnisse.

Unter den Gästen waren Stadträtin Jutta Röösli, Christoph Ackermann, Beirat BLB und Schulratspräsident von Flawil, sowie Stadtarchivar Werner Warth, der das frühere Wiler Handwerk mit Tafeln aufzeigte.

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