WIL: «Jetzt bin ich warmgespielt»

Seit gestern Mittag spielt der Zuzwiler Roland Hug in der Lenggenwiler «Krone» ohne Unterbruch Musik. Nach etwas mehr als einem Sechstel der für den Weltrekord nötigen Zeit war er zu Scherzen aufgelegt.

Simon Dudle
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Die ersten fünf Stunden sind geschafft. Roland Hug muss noch bis am Freitag um 15 Uhr weiterspielen, um den Weltrekord zu knacken. (Bild: Simon Dudle)

Die ersten fünf Stunden sind geschafft. Roland Hug muss noch bis am Freitag um 15 Uhr weiterspielen, um den Weltrekord zu knacken. (Bild: Simon Dudle)

«Es ist einfacher an den Instrumenten als im Publikum. Hier kann ich mich bewegen», sagte Roland Hug in seiner fünften fünfminütigen Pause. Keine Sekunde länger darf er sich jede Stunde erholen, um sein grosses Ziel zu erreichen. Es geht um den Weltrekord im Dauermusizieren, der bei 27 Stunden steht. Der
Zuzwiler muss bis heute um 15 Uhr durchspielen, um sich Rekordhalter nennen zu dürfen. Mehr als
30 Sekunden Pause zwischen den Liedern ist nicht gestattet.

Ein erstes Zwischenfazit zog Hug nach fünf Stunden, also etwas mehr als einem Sechstel der nötigen Zeit. «Es läuft bestens, und jetzt bin ich so richtig warmgespielt.» Er wechselt die Instrumente immer wieder. Zur Verfügung stehen je zwei Akkordeons und Keyboards, eine Akustiktrommel, ein Xylophon und auch ein Alphorn.

Für einen guten Zweck statt das Guinnessbuch
Der Weltrekordversuch stösst auf Interesse. Im Gästebuch, das den eintreffenden Gästen in der «Krone» vorgelegt wird, hatten sich nach fünf Stunden schon mehr als 60 Personen eingetragen. Der eine oder andere brachte dem Protagonisten Verpflegung mit. Denn Hug muss sich in dieser Zeit auch ernähren, damit ihm die Kraft nicht ausgeht. Doch etwas klappt nicht wunschgemäss: Geplant war, sich während des Spielens mit einem langen Röhrli Flüssigkeit zuzuführen. «Das funktioniert aber nicht, da ich zu viel Kraft brauchte», sagte Hug.

Der Weltrekord wäre heute um 15 Uhr gebrochen. Der Zuzwiler möchte aber mindestens bis um 18 Uhr spielen, um die neue Bestmarke bei 30 Stunden zu setzen. «Ob ich dann wirklich aufhöre, ist noch nicht klar. Wenn es dann weiterhin ein paar Leute im Restaurant hat, mache ich noch etwas weiter.»

Auch wenn der Rekord gebrochen werden sollte, steht er künftig nicht im Guinnessbuch. Das Geld für diesen Eintrag spart sich Hug und lanciert lieber einen Spendenmarathon für die Stiftung Theodora (Spitalclowns). Zuschauer und Interessierte können pro Stunde einen Betrag beisteuern.