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WIL: Jedes Mal ein Bühnenerlebnis

Am 24. März fällt zum letzten Mal der Vorhang für die aktuelle Produktion des Musiktheaters Wil: Donizettis «Die Regimentstochter». Eine erstes Fazit der Verantwortlichen.
Carola Nadler
Seit dem 6. Januar wird auf der Bühne der Tonhalle Wil «Die Regimentstochter» aufgeführt. (Bild: PD)

Seit dem 6. Januar wird auf der Bühne der Tonhalle Wil «Die Regimentstochter» aufgeführt. (Bild: PD)

«Eine opulente und vergnügliche Aufführung», hatte ein Besucher bei der Premiere der «Regimentstochter» spontan gemeint. Und der Präsident von Musiktheater Wil, Eugen Weibel, sagte: «Ich bin stolz auf alle Mitwirkenden, die alles in 50 Tagen, also in einer recht kurzen Zeit, realisiert haben.»

Seit dem 6. Januar spielt sich auf der Bühne der Tonhalle Wil jedes Wochenende aufs Neue die Geschichte von Marie ab: Die Geschichte des Kindes, das am Rande eines Schlachtfeldes aufgefunden, vom Regiment grossgezogen wird und schliesslich sein Glück bei der wiedergefundenen adligen Verwandtschaft auf einem Schloss sucht.

Abend für Abend lacht und leidet man mit Nicole Bosshard und Flurina Ruoss in der Titelrolle mit, wenn sie mit den Soldaten ihre Scherze treiben und die Geschichte des Liebespaares Marie und Tonio in einem eigenen Theater aufführen. Abend für Abend bangt man um die Liebe zwischen Marie und Tonio und verfolgt mit Bangen, ob die Standesdünkel des Adels dieser Liebe etwas anhaben können.

Insgesamt 25 Aufführungen

Wo dem Libretto in namhaften Opernführern kein allzu grosser Anspruch beschieden wird, hat es Regisseurin Regina Heer geschafft, den Menschen und ihren Beweggründen nachzuspüren. Dadurch gelang ihr eine authentische Inszenierung, welche die komische Oper auf ein anspruchsvolles Niveau hob.

Insgesamt 25 Aufführungen hat und wird Donizettis komische Oper in Wil erleben und wirkte noch kein einziges Mal müde. «Die Mitwirkenden sind authentisch und lebendig», sagt der stellvertretende musikalische Leiter, Marcel Blanchard. «Das Bühnengeschehen entwickelt sich von Vorstellung zu Vorstellung neu.»

Herausforderung lag in der Entschlackung

Dirigent Kurt Koller sah seine Herausforderung vor allem in der Entschlackung gegenüber gängiger Interpretationen und Einspielungen. «Oft sind die Partien überladen mit nicht enden wollenden Koloraturen und Kadenzen», erläutert er seine Beobachtungen. Was von Donizetti so aber nicht vorgesehen war. «Bisweilen war die originale Komposition nicht mehr zu erkennen.» Koller erreicht mit seiner Interpretation eine schlanke, elegante Musik, die den ursprünglichen Kern von Donizettis Tonsprache wiederbelebt und die Wiler «Regimentstochter» zu einem Hörgenuss macht.

Hinweis

Am 24. März ist die Derniere, bis dahin können noch am 16./ 17. und am 23. März Vorstellungen besucht werden. Der Vorverkauf läuft über www.musiktheaterwil.ch oder über die Tonhalle Wil.

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