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WIL: Im Zauber des Mittelalters

Am Wochenende hielten wieder Ritter, Gaukler und Handwerker Einzug in Wil zum Mittelalterlichen Hofspektakel. Trotz unfreundlichen Wetters zogen die Festivitäten auf den Weierwiesen zahlreiche Besucher aller Altersklassen an.
Carola Nadler
Die Wiler Altstadtkulisse bot einen prächtigen Hintergrund für das Mittelalterliche Hofspektakel. (Bilder: Carola Nadler)

Die Wiler Altstadtkulisse bot einen prächtigen Hintergrund für das Mittelalterliche Hofspektakel. (Bilder: Carola Nadler)

Carola Nadler

redaktion@wilerzeitung.ch

Auch wer sich nicht für das Mittelalter interessiert, wird spätestens beim Einkauf auf dem Altstadtmarkt am Samstagmorgen von dem historischen Treiben Kenntnis genommen haben: Frauen mit handgeflochtenen Körben, in grobe Wollstoffe gehüllt und Holzpantinen an den Füssen kauften Gemüse ein und schlenderten über das Kopfsteinpflaster. Das ganze Jahr über ziehen diese Mittelalterfans an den Wochenenden von Markt zu Markt, hausen in Zelten, schlafen auf Feldbetten, kochen auf offenem Feuer. Freilich stahl sich die eine oder andere Plastikbüroklammer oder ein Klebestreifen in das authentische Bild, Handys in den Händen von Rittern sorgten für originelle Fotosujets. Dennoch übt dieser gelebte Anachronismus einen Zauber auf die Besucher aus. Ist es die Suche nach der vielzitierten «guten alten Zeit»? Ist es die Sehnsucht nach Abenteuer, nach Aussteigertum?

Organisatoren bleiben beim Zweijahresturnus

Auch einige Wiler waren unter den Markttreibenden zu finden. Priska Odermatt beispielsweise ist in der Szene bekannt als feinste Spinnerin. Mit flinken Fingern zupft sie Fasern aus einem kleinen Wollball und dreht sie zu einem hauchzarten Faden, den sie auf einer Handspindel aufwickelt. «Für eine Fadenrolle brauche ich ein ganzes Wochenende», erzählt sie von ihrem Handwerk, aber es ist eine beruhigende Tätigkeit. Auch Oskar Süess und seine Frau Kordula sind wieder mit einem Stand dabei, voller Freude werden Weggefährten begrüsst, Neuigkeiten ausgetauscht. Nebst den Attraktionen wird an diesen Märkten auch sehr viel Wissenswertes geboten: So erfährt man über den Ursprung von Schüttelbrot, wird in die Feinheiten des Bogenschiessens eingeführt oder erlebt den Einzug des Grafen von Toggenburg.

Der eigentliche Zweijahresrhythmus wurde mit dem diesjährigen Markt unterbrochen, um in Zukunft einen regelmässigen Wechsel mit dem Historischen Handwerker- und Warenmarkt auf Schloss Wellenberg zu ermöglichen.

So darf im Jahr 2019 wieder mit den Rittersleuten der Schwarzen Lanze und ihrem Turnier gerechnet werden.

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