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WIL: Im Spar geht zukünftig die Post ab

Die Poststelle in der Wiler Altstadt wird diesen Herbst aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Ziel ist auch, die Hauptpost am Bahnhof besser auszulasten. Im Gegenzug entsteht in Rossrüti in einem Supermarkt eine integrierte Postagentur.
Aaron Ehrat
Die Altstadt-Post wird im Herbst durch eine Postagentur im Spar in Rossrüti ersetzt. Bereits über 700 Postagenturen dieser Art gibt es in der Schweiz. (Bilder: Ursula Ammann)

Die Altstadt-Post wird im Herbst durch eine Postagentur im Spar in Rossrüti ersetzt. Bereits über 700 Postagenturen dieser Art gibt es in der Schweiz. (Bilder: Ursula Ammann)

WIL. «Ich finde die Alternativlösung gut», sagt Ruedi Schär, CVP-Stadtparlamentarier und Präsident von Wil Tourismus. Ende Februar reichte er beim Stadtrat eine Interpellation zur Überprüfung der Post-Situation in Wil ein. Vor dem Hintergrund, dass die Altstadt-Post geschlossen werden soll, bat er den Stadtrat, mit der Post zu verhandeln, um in einem Geschäft in der Nähe eine Postagentur zu realisieren. Eine solche Postagentur entsteht diesen Herbst im Spar-Supermarkt in Rossrüti. Dies gab die Post gestern bekannt

«Verschandelung der Altstadt»

Schär sieht in der neuen Lösung der Post viele Vorteile. «Der Standort im Spar-Supermarkt ist deshalb optimal, weil er an Werktagen zwischen 7 und 19 Uhr sowie an Samstagen zwischen 7 und 17 Uhr geöffnet ist.» Es wird möglich sein, Briefe und Pakete aufzugeben, Geld zu beziehen, Einzahlungen zu erledigen und Pakete sowie eingeschriebene Briefe abzuholen.

Über 700 Postagenturen, wie jene, die nun in Rossrüti entsteht, existieren insgesamt in der Schweiz. «Für den durchschnittlichen Altstadtbewohner ändert sich nur wenig», ergänzt Ruedi Schär. Die beiden Poststellen liegen knapp zwei Kilometer voneinander entfernt.

Ob die Postfächer in der Altstadt weiterhin bestehen, wird von der Post zurzeit überprüft. «Hier braucht es eine Lösung, die altstadtgerecht ist», sagt Ruedi Schär. Es sei wichtig, dass man die Altstadt nicht mit Aussen-Briefkästen verschandle.

Die Altstadtvereinigung bedauere die Schliessung sehr, sagt deren Präsident Simon Lumpert. Es sei wichtig, dass eine einfache Lösung für die Postverteilung gefunden werden könne. «Die Bewohner und Gewerbetreibenden stehen im Zentrum. Optimal wäre eine Sammellösung, wie sie mit den Postfächern existierte», sagt Lumpert.

Mitarbeiter weiter beschäftigen

Vier Mitarbeiter sind von der Aufhebung der Poststelle betroffen. «Nach Möglichkeit werden die Mitarbeitenden in der gleichen oder einer ähnlichen Funktion in der näheren Umgebung weiterbeschäftigt», sagt Markus Werner, Mitarbeiter der Abteilung Kommunikation der Post.

Die Gründe für die Schliessung sind laut Werner wirtschaftlicher Art. «Die Kundengewohnheiten ändern sich. Die Menschen kommunizieren vermehrt elektronisch, immer weniger Briefe und Einzahlungen gehen über den Postschalter. Da Wil zwei Poststellen hat, und die Nutzung zurückgeht, war eine Veränderung unumgänglich», sagt Werner. Mit der Schliessung erwartet die Post eine Erhöhung der Kundenfrequenz in der Hauptpost in Wil. Diese «wird nun besser ausgelastet sein», sagt Werner.

Interpellation wird beraten

Die Stadt nahm bisher noch keine Stellung zur Schliessung der Post. «Der Stadtrat wird die Interpellationsantwort am Mittwoch beraten – anschliessend wird zuerst der Interpellant die Antwort erhalten», erklärt Stefan Hauser, Leiter Kommunikation der Stadt Wil.

Simon Lumpert Präsident der Altstadtvereinigung der Stadt Wil (Bild: pd)

Simon Lumpert Präsident der Altstadtvereinigung der Stadt Wil (Bild: pd)

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