WIL: Im Bergholz bleibt es hell

Am nächsten Donnerstag geht es im Wiler Stadtparlament um den Ausbau der Beleuchtung der IGP-Arena. Im Vorfeld hat der Stadtrat Fragen einer dringlichen Interpellation von FDP-Parlamentarier Urs Etter beantwortet.

Drucken
Teilen

Wenn sich die Wiler Stadtparlamentarier am nächsten Donnerstagabend in der Tonhalle zur ersten Sitzung nach den Sommer­ferien treffen, dann steht die für dringlich erklärte Interpellation von Urs Etter (FDP) zuoberst auf der Traktandenliste. Zusammen mit 18 Mitunterzeichnenden hatte er am 6. Juli Fragen an den Stadtrat zum bevorstehenden Ausbau der Lichtanlage im Fussball­stadion Bergholz gestellt. Diese sind nun beantwortet.

Etter wollte zum Beispiel wissen, ob die Wiler Sportanlagen AG (Wispag) bereit sei, aus Rücksicht auf die Anwohner freiwillig die Einsatzzeiten der Spielfeld­beleuchtung auf maximal drei Nächte pro Woche zu reduzieren. Aus der Antwort des Stadtrates geht hervor, dass es in der im Jahr 2012 erteilten Baubewilligung keine Auflagen betreffend Einsatzzeiten der Spielfeldbeleuchtung gebe.

Dafür ist im vor zwei Jahren erlassenen Immissionsreglement folgendes zu lesen: «Beleuchtungsanlagen, welche die Aussenbereiche erhellen, sind so ein­zurichten, dass sie keine stö­renden Immissionen ausserhalb des ­Bestimmungsbereichs verursachen.» Für Sportplatzbeleuchtungen gilt: Sie dürfen nur von morgens 7 Uhr bis abends 22 Uhr betrieben werden. Auf Gesuch hin kann eine Verlängerung bis 22.30 Uhr bewilligt werden. Die Spielfeldbeleuchtung der IGP-Arena kann in drei Stufen unterteilt werden, wobei die stärkste nur bei Meisterschaftsspielen der Challenge League eingeschaltet wird. Für den Trainingsbetrieb reicht die mittlere Stufe.

Noch kein Urteil nach der Anzeige der Liga

In einem weiteren Punkt wollte Etter in der Interpellation wissen, ob der Stadtrat auch die Auffassung vertrete, die Nachrüstungskosten von kolportieren 200 000 Franken seien besser in ein vernünftiges Klublokal für den FC Wil Breitensport zu investieren. «Bei der Nachrüstung der Beleuchtungsanlage handelt es sich um eine Homologationsforderung der Swiss Football League für ein Challenge-League-Stadion. Damit ist es eine gebundene Aus­gabe, die nicht für andere Zwecke verwendet werden darf», schreibt der Stadtrat.

Der FC Wil ist vor gut zwei Wochen von der Swiss Football League angezeigt worden, weil er der Forderung nicht nachgekommen war, die Lichtanlage bis Saisonbeginn nachzurüsten. Für dieses Bauvorhaben ist die Stadt als Bergholz-Eigentümerin verantwortlich. Sie hat nun ein Bau­gesuch eingereicht. Ein Urteil der Liga steht noch aus. Das mögliche Strafmass reicht von einer Verwarnung bis zu Punktabzügen, wobei ein Punktabzug dann doch überraschen würde.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch