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WIL: HEV will gegen Eingriffe kämpfen

Der Hauseigentümerverband Wil (HEV Wil) hat auch nach 100 Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren. Er steht für ein Ja zum privaten Eigentum und damit für Eigenverantwortung und Freiheit.
Roland Poschung
Beim HEV-Jubiläumsakt (v. l.): Patrick Dürr, Kantonsrat, GL-Mitglied HEV Kanton St. Gallen, Walter Locher, Präsident HEV Kanton St. Gallen, Karin Keller-Sutter, Ständerätin, Marc Mächler, Regierungsrat, und Marcel Mosimann, Präsident HEV Wil. (Bild: Roland Poschung)

Beim HEV-Jubiläumsakt (v. l.): Patrick Dürr, Kantonsrat, GL-Mitglied HEV Kanton St. Gallen, Walter Locher, Präsident HEV Kanton St. Gallen, Karin Keller-Sutter, Ständerätin, Marc Mächler, Regierungsrat, und Marcel Mosimann, Präsident HEV Wil. (Bild: Roland Poschung)

Roland Poschung

redaktion@wilerzeitung.ch

Als der Verband der Haus- und Grundeigentümer Wil am 24. März 1917 gegründet wurde, da nahmen 30 Personen teil. Rund 100 Jahre später sind von den inzwischen über 2000 Mitgliedern beim Jubiläumsfestakt 360 Mitglieder und Gäste anwesend. Die Grussbotschaften überbrachten Walter Locher, Präsident des HEV Kanton St. Gallen, Regierungsrat Marc Mächler und Ständerätin Karin Keller-Sutter.

Eigentum gilt es zu schützen

Die beiden Weltkriege, die wirtschaftliche Entwicklung, gesetzliche und politische Rahmenbedingungen oder der Generationenwechsel der Besitzerfamilien sowie der freie Wohnungsbestand hätten Spuren hinterlassen, sagte Walter Locher, Präsident des HEV Kanton St. Gallen. Er erinnerte an die Missernten und Hungerkrisen von 1916 und 1917. «Die Rezepte zur Bewältigung solcher Krisen sind in der Geschichte immer die gleichen: Man versucht, fehlende Mittel des Staates zur Erfüllung der anwachsenden Aufgaben mit gesetzlich einschneidenden Auflagen und Belastungen sowie einer verschärften Auslegung von Gesetzen zulasten derer, die nicht einfach wegziehen können, zu beschaffen.»

Noch heute sei es deshalb wichtig, gegen ähnliche staatliche Einschränkungen mit dem HEV zu kämpfen. Es gelte, Eigentum zu verteidigen und zu fördern, indem wieder mehr auch junge Menschen Eigentum bilden könnten. Zudem sollten neue Modelle beim Familienwohnen oder Alterswohnen entwickelt werden.

Bevölkerungszunahme um 80000 Einwohner

Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des kantonalen Baudepartements, sprach die Zersiedelung in der Schweiz an, die in den letzten Jahren stark vorangeschritten sei. Auch eine grosse Fläche Kulturland sei überbaut worden, und die Bevölkerung im Kanton würde weiter wachsen. Gemäss dem Wachstumsszenario des Bundes nimmt die St. Galler Bevölkerung von aktuell rund 500 000 bis ins Jahr 2040 um 80 000 Personen zu. «Im Interesse von Bevölkerung und Wirtschaft müssen wir mit dem knappen Boden besser haushalten. Mit der Gesamtüberarbeitung des Richtplans stellt der Kanton die Leitplanken für die Entwicklung.» Ständerätin Karin Keller-Sutter sagte: «Eigentum ist weder Selbstzweck noch Ausdruck von Gier und reinem Materialismus, sondern führt zu Freiheit und Entfaltung. Mit Eigentum ist man sinnstiftend tätig und trägt zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft bei.» Deshalb müsse der Schutz des Eigentums durch den Staat weiterhin einen hohen Stellenwert geniessen. Dem Hauseigentümerverband gehe deshalb die Arbeit nicht aus.

Neben dem informativen und kulinarischen Teil genossen die Besuchenden die «Swing Kids» von Dai Kimoto in ihrem zweiteiligen Showelement. Ihnen waren Standing-Ovations vergönnt. Überraschende Bilder und Statistiken zur Entwicklung von Wil und Umgebung zeigte Stadtarchivar Werner Warth.

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