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WIL: Happy End statt Tod

Ab übermorgen Samstag steht die Tonhalle Wil während knapp drei Monaten ganz im Zeichen der Oper «Die Regimentstochter» von Gaetano Donizetti. Beim Musiktheater Wil ist einiges neu und vieles wie gehabt, wie ein Augenschein vor der heutigen letzten Probe zeigt.
Carola Nadler/Simon Dudle
Jedes Detail soll beachtet werden: Das Kulissenteam des Musiktheaters Wil bespricht Abläufe und erstellt Dienstpläne. (Bild: PD)

Jedes Detail soll beachtet werden: Das Kulissenteam des Musiktheaters Wil bespricht Abläufe und erstellt Dienstpläne. (Bild: PD)

Carola Nadler/Simon Dudle

redaktion@wilerzeitung.ch

Heute Abend ist die Generalprobe, morgen Ruhetag und dann geht es los mit der 61. Inszenierung des Musiktheaters Wil. Das aufwendige Bühnenbild in der Tonhalle ist errichtet. Der Saal oben besteht aus zwei Welten. Auf der Bühne bewegen sich Figuren auf einer schrägen Spielfläche wie in einem Marionetten-Theater, übergrosse Requisiten verstärken die Wirkung eines Theaters im Theater.

Gaetano Donizettis «Regimentstochter» ist inhaltlich und musikalisch ein vergnügliches Werk. Doch Regisseurin Regina Heer hat hinter der banal wirkenden Handlung den Menschen und seine Beweggründe aufgespürt. Zusammen mit Kurt Pius Kollers entschlackter, dem Notenoriginal treu bleibenden Interpretation darf eine völlig neue Regimentstochter erwartet werden. Bei aller Heiterkeit wird nicht am Menschen vorbei gespielt, sondern dieser in den Mittelpunkt gestellt und dadurch ein Standardwerk der komischen Opernliteratur aus der Klamaukkiste geholt und neu erfunden.

Jubiläum von Kurt Pius Koller

Regina Heer führt zum zweiten Mal Regie. «Sie ist eine unglaubliche Motivatorin», attestiert Präsident Eugen Weibel. Die Liebe steht im Vordergrund, nicht das Regiment. Nachdem vor drei Jahren «La Traviata» mit dem Tod von Violetta geendet hat, gibt es dieses Mal ein Happy End.

Ansonsten ist vieles wie bereits im Jahr 2015. Die Wilerin Nicole Bosshard hat die Hauptrolle inne und spielt dieses Mal die Marketenderin Marie. Kurt Pius Koller ist bereits zum zehnten Mal der musikalische Leiter und das Team hinter der Bühne besteht aus dem Chor St. Nikolaus Wil, dem Männerchor Concordia Wil und dem Sinfonischen Orchester Wil. Für die Inszenierung steht ein Budget von 750000 bis 800000 Franken zur Verfügung. Nachdem «La Traviata» auch finanziell ein Erfolg war, sind Altlasten mittlerweile getilgt.

In den Rollen zu Hause

Es ist nicht zu übersehen: Die Sängerinnen und Sänger des Musiktheaters Wil fühlen sich sichtlich zuhause in ihren Rollen, sie agieren ohne Anspannung und bewegen sich völlig natürlich. Auch die Kostüme sind mittlerweile da. Kurzum: Alle Puzzle-Teile haben sich in den vergangenen, intensiven Wochen zu einem Ganzen zusammengefügt. Zeit, dass es losgeht.

Hinweis

Die Premiere findet übermorgen Samstag um 19.30 Uhr in der Tonhalle Wil statt. Danach stehen 24 weitere Vorstellungen bis zur Dernière am 24. März an.

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