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WIL: Grünes Licht für Stadt der Zukunft

Eine hohe Lebensqualität bei gleichzeitig möglichst tiefem Ressourcenverbrauch: So lassen sich die Ziele des Projekts Smart City Wil zusammenfassen. Die Bevölkerung entscheidet dabei, wie die Umsetzung aussehen soll.
Gianni Amstutz
Solarenergie spielt im Rahmen der Energiestrategie eine wichtige Rolle. Im Projekt Smart City Wil sollen aber auch andere Aspekte der Zukunftsentwicklung angesprochen werden. (Bild: Urs Jaudas)

Solarenergie spielt im Rahmen der Energiestrategie eine wichtige Rolle. Im Projekt Smart City Wil sollen aber auch andere Aspekte der Zukunftsentwicklung angesprochen werden. (Bild: Urs Jaudas)

Wil ist Sportstadt, Vereinsstadt, eine kleine Grossstadt und Energiestadt. Alle diese Bezeichnungen findet man auf der offiziellen Internetseite der Stadt. Nun soll Wil auch noch zur Smart City werden. Der Stadtrat hat grünes Licht zur Entwicklung der Smart-City-Strategie gegeben. Doch was genau bedeutet das? Ziel sei eine möglichst hohe Lebensqualität mit einem möglichst geringen Ressourcenverbrauch zu erreichen, sagt Philipp Gemperle, Kommunikationsverantwortlicher der Stadt. Ein klassisches Beispiel in diesem Zusammenhang seien Mülltonnen, die mit Sensoren ausgestattet sind, welche anzeigen, wann sie voll sind. So müssten sie nicht regelmässig zu einem bestimmten Zeitpunkt geleert werden, sondern nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Energiekonzept als Grundlage zur Umsetzung

FDP-Stadtparlamentarier Urs Etter hatte im Juni 2016 ein Postulat zum Thema Smart City eingereicht. In seiner Stellungnahme im August 2016 erklärte der Stadtrat dieses für erheblich. Dies deshalb, weil das Bestreben nach einer effizienteren Nutzung der Ressourcen weitgehend mit den Zielsetzungen des Energiekonzeptes der Stadt übereinstimmt.

Das kommunale Energiekonzept bildet denn auch die Grundlage für das Projekt Smart City Wil. «Der Umgang mit Energie ist ein zentraler Bestandteil von Smart City», erklärt Philipp Gemperle. Doch bei diesem Projekt sollen auch alle anderen Lebensbereiche eine Rolle spielen. So gehe es beispielsweise auch um eine effiziente Organisation des Verkehrs oder darum, personelle Ressourcen gezielt einzusetzen.

Welche Themen letztlich im Rahmen des Projektes Smart City umgesetzt werden, habe der Stadtrat bewusst offen gelassen. Was von einer Smart City erwartet werde, solle nicht alleine die Politik und Verwaltung vorgeben, sondern in erster Linie die Bevölkerung. «Wir müssen von Anfang an auf die Bevölkerung zugehen. Partizipation ist uns in allen Phasen des Smart-City-Prozesses wichtig», sagt Stadtrat Daniel Stutz.

Zurück in die Gegenwart blicken

Bereits seit einigen Jahren betreibt die Stadt unter dem Stichwort «Spiel-Energie» verschiedene Anlässe, wie beispielsweise am Spielfest mit der Energy Trophy oder Projekten wie Bike-4-Car und dem Solarcup. An diesen bereits etablierten Energiestadtanlässen sollen die Ansichten und Bedürfnisse der Bürger abgeholt werden. Dabei setzt die Stadt unter der Projektleitung des Wiler Energiebeauftragten Stefan Grötzinger auf ein spezielles Verfahren.

Mit Kurzfilmen, welche einen Blick in die technologischen Möglichkeiten der Zukunft gewähren, soll es der Bevölkerung möglich sein, aus der Perspektive des Jahres 2050 in die Gegenwart zu blicken. Das erlaube es den Bürgerinnen und Bürgern, jene Aspekte zu erkennen, welche sie als besonders wichtig erachten in Zusammenhang mit der Smart City Wil. Denn die Stadt wolle keine teuren Systeme um ihrer selbst willen installieren, sondern den Einwohnern Verbesserungen nach ihren Bedürfnissen bieten. Aus den Ergebnissen dieser Erhebungen soll bis im Herbst dieses Jahres das Grundgerüst der Smart-City-Strategie erarbeitet werden. Das Projekt wird vom Bundesamt für Energie mit einem Beitrag von 60000 Franken unterstützt. Der Anteil der Stadt beträgt 20000 Franken.

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