Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WIL: Geister im Hof zu Wil wehren sich

Am Sonntag fand im Hof zu Wil das Rampenfieber Ost statt. Rund 60 Jugendliche aus mehreren Jugendtheater-Institutionen der Region nahmen an dem Theatertag teil.
Florian Beer
Die Jugendlichen spielten kurze Szenen zur Vergangenheit und Bedeutung der jeweiligen Zimmer. (Bild: Florian Beer)

Die Jugendlichen spielten kurze Szenen zur Vergangenheit und Bedeutung der jeweiligen Zimmer. (Bild: Florian Beer)

Florian Beer

redaktion@wilerzeitung.ch

«Wie sollen wir unsere Räumlichkeiten in der Zwischennutzung nutzen, während der Hof renoviert wird?» Diese Frage stellten sich die Verantwortlichen des Wiler Wahrzeichens und hofften auf Anregungen von aussen. Viele der Zimmer sind noch leer, von denen ein Teil aber bereits fertig renoviert ist. So kam es gelegen, dass Claudia Rüegsegger vom Momoll-Theater in Wil auf der Suche nach Räumlichkeiten für die Austragung des Rampenfieber Ost war. «Die Idee, im Hof zu Wil diesen Theatertag durchzuführen, ist aus der Not heraus entstanden, aufgrund des Platzmangels dafür in Wil», sagt die Theaterpädagogin. Das Bespielen der Räume kam bei den Hof-Verantwortlichen gut an und so konnten beide Seiten profitieren, als am Sonntag das Rampenfieber Ost im Hof zu Wil stattfand.

Das Konzept war sehr gelungen. Die rund 40 Zuschauer wurden zu Beginn in drei Gruppen eingeteilt und jeweils von einem Leiter, gespielt von einem der jungen Schauspieler, durch die Räumlichkeiten geführt. Dabei erklärte beispielsweise der Hausmeister Joachim auf humorvolle Weise die Geschichte des Hofs. In einigen Zimmern wurden kurze Szenen von den Jugendlichen aufgeführt, die sich auf die Vergangenheit des jeweiligen Raumes und seiner Bedeutung bezogen. In der Kapelle fragten sich die Schauspieler zum Beispiel, was hier wohl früher stattgefunden hat und wie es ausgesehen haben muss. Sie spielten also die sich überlegten Sequenzen nach. In einem Zimmer im ersten Stock spukten Geister, die Angst hatten, nach den Renovationen rausgeschmissen zu werden. Jeder von ihnen hatte eine eigene Geschichte, zum Beispiel wurde der Teppich von Napoleon verlegt und war unverkäuflich. Also taten sie sich zusammen, verscheuchten mit Erfolg die Maklerin und konnten so im Zimmer bleiben und weiterspuken.

«Spannend im Kontext mit der Hofgeschichte»

Die gut einstündige Führung war nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam. Die zwölf bis 21-jährigen Schauspieler hatten ebenfalls ihren Spass und haben mit ihren kurzen Intermezzi den Theatertag beendet. Für Eva Frehner und Andrina Haldner aus Wil war es bereits das siebte Mal, dass sie an einer Produktion mit dem Momoll-Theater teilgenommen haben. «Es ist toll, speziell am Rampenfieber Ost mitzumachen, denn man lernt immer wieder andere junge Schauspieler aus der Region kennen.» Auch Marc Rüdisüli aus Sirnach ist bereits ein alter Hase im Jugendtheater-Geschäft und schon seit vielen Jahren mit dabei. «Ich fand es dieses Jahr sehr spannend, weil man den Theatertag im Kontext mit der Geschichte des Hofs zu Wil erlebt hat», sagte der 21-jährige Schüler der Kantonsschule.

Die Hauptverantwortliche Claudia Rüegsegger war ebenfalls zufrieden. «Uns ging es darum, Ideen für die Zwischennutzung dieser Räumlichkeiten zu entwickeln.» Sie hofft, mit dem Theatertag auch andere dazu inspiriert zu haben, Projekte dieser Art im Hof zu Wil durchzuführen. «Die Räume sind ideal dafür. Es wäre schade, wenn diese leer bleiben würden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.