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WIL: Freiwillige für die Kirche ebenso wichtig wie der Papst

Viele Institutionen sind auf Freiwilligenarbeit angewiesen. So auch die katholische Kirchgemeinde. An einer Ausstellung würdigt sie den Einsatz und zeigt, was Personen zu selbstlosem Engagement bewegt.
Gianni Amstutz
Pfarrer Roman Giger freut sich, dass über 1000 Freiwillige in 56 Gruppen für die katholische Kirche wirken. (Bild: Gianni Amstutz)

Pfarrer Roman Giger freut sich, dass über 1000 Freiwillige in 56 Gruppen für die katholische Kirche wirken. (Bild: Gianni Amstutz)

Viele Vereine haben damit zu kämpfen, Personen zu finden, die Freiwilligenarbeit leisten und dafür ihre Freizeit opfern. Die Kirche hingegen ist in dieser Hinsicht nach wie vor gut aufgestellt. Rund 1200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzen sich in 56 Gruppen für die katholische Kirchgemeinde ein. Seien dies Besuche bei Betagten, Pflege von Kranken, die Mitgestaltung der Gottesdienste oder die Arbeit mit Jugendlichen oder Kindern.

Wichtige Stützpfeiler der Pfarrei

«Ruth Haug, die Seniorinnen und Senioren besucht, ist nicht weniger Kirche als der Papst, Ministranten nicht weniger Kirche als der Bischof, Leiter der Jungwacht nicht weniger Kirche als das ganze Seelsorgeteam», sagte Pfarrer Roman Giger an der Vernissage zur Ausstellung Freiwilligenarbeit der katholischen Pfarr- und Kirchgemeinde Wil. Nur durch das Mitwirken der über 1000 freiwillig Engagierten könne die Arbeit der Kirche Früchte tragen. Mit der Ausstellung wolle man den vielen Freiwilligen gegenüber die verdiente Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Eigentlich könne man das gar nicht genug tun, betonte Giger. Auf sieben grossformatigen Tafeln werden ausgewählte Personen vorgestellt, welche sich in verschiedenen Bereichen für die Gemeinschaft engagieren. Die Portraits geben Auskunft über ihre Beweggründe und die Motivation für ihr Schaffen.

Heidi Feller beispielsweise ist seit über zehn Jahren Teil der ökumenischen Krankenbesuchs- und Hospizgruppe. Diese kümmert sich um Kranke, Sterbende und Angehörige, indem sie für ihre Anliegen ein offenes Ohr hat. Ein Krankheitsfall in der eigenen Familie führte Heidi Feller vor Augen, wie wichtig Unterstützung und Entlastung für die Betroffenen sein können. Wegen dieser persönlichen Erfahrungen habe sie sich dazu entschlossen, aktiv zu werden und anderen Personen in ähnlichen Situationen zu helfen.

Neuen Umständen Rechnung tragen

Auch Jürg Grämiger, Präsident des Kirchenverwaltungsrates betonte die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit. Die katholische Kirchgemeinde habe deshalb ein neues Konzept entworfen. Denn neben den «klassischen Freiwilligen», welche sich für eine unbestimmte Zeit für eine Institution engagierten, gebe es heutzutage vermehrt Personen, die begrenzte und klar definierte Einsätze bevorzugten.

Diesen veränderten Gegebenheiten trage die katholische Kirche Rechnung. «Die Kirche der Zukunft muss nahe bei den Menschen sein», sagte Grämiger. Die Arbeit von Freiwilligen werde die Kirche deshalb künftig noch stärker prägen. Denn sie gewährleiste die Ansprechbarkeit der Gemeinschaft auch für Leute, «die nur gelegentlich anklopfen» und hielten die Präsenz der Kirche in der Nähe aufrecht.

Weniger professionelle Seelsorger

Speziell in der Seelsorge würden die Aufgaben von Freiwilligen zunehmen, sagte Grämiger. «Denn die Zahl der Seelsorger wird zurückgehen.» Damit die Angebote der Kirche weiterhin hohen Standards entsprechen könnten, müsse die Zusammenarbeit zwischen professionellen und freiwilligen Mitarbeitern ausgebaut werden. Das versuche die katholische Gemeinschaft täglich zu leben. Denn nur wenn sich beide Gruppen ergänzten, könnten neue Tätigkeitsprofile erarbeitet werden.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Hinweis

Die Ausstellung ist noch bis Ende Februar im Foyer des katholischen Pfarreizentrums zu sehen.

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