WIL: Freibier nach einem Zauberschlag

Die Hofchilbi auf dem Hofplatz war am Samstag ein Erfolg. Das Bierfass wurde von Skirennfahrerin Mirena Küng angestochen. Schon nach dem ersten Schlag sprudelte der Gerstensaft aus dem Zapfhahn.

Christoph Heer
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Kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal standen die Mürztaler auf der Hofchilbi-Bühne und sorgten für Unterhaltung.

Kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal standen die Mürztaler auf der Hofchilbi-Bühne und sorgten für Unterhaltung.

Christoph Heer

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«Diese Tradition darf nicht sterben. Denn es gibt keinen besseren Anlass, um die Altstadt zu geniessen, Freunde zu treffen und in Erinnerungen zu schwelgen.» Es waren die Worte von jemandem, der es wissen muss. Mike Hollenstein war während 22 Jahren als OK-Präsident für die Hofchilbi verantwortlich, erfreut sich heute noch an jeder einzelnen Bekanntschaft und erinnert sich noch gut an sein erstes Präsidialjahr 1989. «Schon damals hatten wir gute Stimmung. Und das ist bis heute nicht anders», sagte Hollenstein. Es weiss von vielen lustigen Anekdoten zu berichten. Immer wieder betont er, wie dankbar man sein könne, viele fleissige Helfer im Vorder- und Hintergrund zu haben. Am Samstag standen rund 140 Personen im Einsatz. 100 davon sind Mitglieder des KTV Wil Handball. Dass es so viele helfende Hände braucht, merkte man schon, bevor Skirennfahrerin Mirena Küng das erste Fass Bier anzapfte. OK-Präsident Rico Kreis bezifferte die Anzahl Personen in der Altstadt schon zu diesem frühen Zeitpunkt auf über 2000. Laut Veranstalter besuchten die Hofchilbi total gut 5000 Personen.

Das «Naturtalent» ist von sich selber überrascht

Als das sechsspännige Pferdefuhrwerk der Brauerei Feldschlösschen pünktlich in der Altstadt eintraf, erreichte die Stimmung einen ersten Höhepunkt. Gespannt wartete – und drängelte – man zum grossen Bierfass hin und konnte es kaum erwarten, bis Küng den Zapfhahn einschlug. Ohne geübt zu haben, steckte der Hahn tatsächlich nach dem ersten Schlag in seiner Aufnahme und liess das «flüssige Gold» fliessen. Noch ein zweiter Sicherheitsschlag, und die Bierhumpen konnten gefüllt werden. «Das war ein tolles Gefühl, auf dem Sechsspänner durch den Torbogen in die Altstadt zu fahren. Dass es danach mit dem Bieranstich so gut lief, hätte ich nicht gedacht», sagte die Skifahrerin aus Weissbad. Gar als Naturtalent wurde die Appenzellerin von OK-Präsident Kreis betitelt. «Wir haben ja eigentlich nichts anderes erwartet», sagte er lachend.

Bis weit nach Mitternacht wurde zu den Klängen der Mürztaler, die zum fünften Mal auf der Hofchilbi-Bühne standen, getanzt. An den Bars und Verpflegungsständen konnten Hunger und Durst getilgt werden.