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WIL: Forderungen weiter gestiegen

Die Alimentenausstände in der Stadt Wil sind von 8,8 Millionen Franken im Jahr 2013 auf 10,3 Millionen Franken per Ende 2016 gestiegen. Das beunruhigt Stadtparlamentarier Pascal Stieger.
Hans Suter
Wenn Väter ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder verspätet nachkommen, sind viele alleinerziehende Mütter auf eine Alimentenbevorschussung durch die Sozialen Dienste angewiesen. (Bild: Gaetan Bally)

Wenn Väter ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder verspätet nachkommen, sind viele alleinerziehende Mütter auf eine Alimentenbevorschussung durch die Sozialen Dienste angewiesen. (Bild: Gaetan Bally)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Der SVP-Politiker hat angesichts der steigenden Ausstände eine Interpellation eingereicht, um Klarheit über die Situation, Gründe und Massnahmen zu erhalten. Die Antworten des Stadtrats sind mittlerweile eingetroffen. Am Donnerstag kann er im Parlament Stellung dazu nehmen.

Aus dem stadträtlichen Pa­pier sind nebst einer Vielzahl an Details zwei grundsätzliche Punkte ersichtlich: Zum einen, dass die hohen Alimentenausstände in Wil kein Sonderfall sind, und zweitens, dass es sich bei der Alimentenbevorschussung um komplizierte, meist langwierige Verfahren mit oft tragischen Hintergründen und sozialen Abgründen handelt. Im Jahr 2016 wurden in Wil 305 Fälle bearbeitet: 161 laufende Fälle inklusive Inkasso­hilfe und 144 abgeschlossene Bevorschussungen.

Vakanzen führten zu Bearbeitungsrückstand

Der Stadtrat legt dar, dass die Stadt Wil im Vergleich mit anderen Städten eine gute Inkassoquote ausweise. Zwischen 2015 und 2016 sei es allerdings im Fachbereich Alimente zu zwei Personalwechseln und einer längeren Vakanz gekommen. Dies habe zu einem erheblichen Rückstand insbesondere beim Inkasso, aber auch bei der Bevorschussung geführt. Vor allem die Rechnung 2016 weise daher eine tiefere Inkassoquote aus als in den Vorjahren. Ferner sei seit 2013 ein Fallanstieg von 23 Prozent bei der Alimentenbevorschussung eingetreten. Aufgrund dieses Fallanstiegs stünden heute gemäss Stellenplan weniger Ressourcen für das Inkasso zur Verfügung als in den Vorjahren. Per Frühjahr 2016 hätten die Zentralen Dienste einen ausgewiesenen Fachmann im Alimenteninkasso und der Alimentenbevorschussung einstellen können. Ferner hätten die Sozialen Dienste durch Umlagerung von anderen Stellen sein Pensum vorderhand um 20 auf 90 Prozent erhöht. Dies wegen der höheren Falllast und dem durch die Vakanz entstandenen Rückstand. Mittlerweile sei der Bearbeitungsrückstand aber aufgeholt.

Hinweis

Die Sitzung des Parlaments findet in der Tonhalle statt und ist öffentlich. Beginn ist um 17 Uhr.

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