WIL: Ein Stück Heimat im Wohnquartier

Im Westen der Stadt sollen sich die Einwohner zu Hause fühlen. Dafür engagiert sich der Quartierverein. Dessen Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, die Wohn- und Lebensqualität weiter zu verbessern.

Roland P. Poschung
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QV-Präsident Guido Bünzli vor dem Alleeschulhaus, das mit seinen Kindern und Aktivitäten das Wiler Westquartier belebt. (Bild: Roland P. Poschung)

QV-Präsident Guido Bünzli vor dem Alleeschulhaus, das mit seinen Kindern und Aktivitäten das Wiler Westquartier belebt. (Bild: Roland P. Poschung)

Roland P. Poschung

redaktion@wilerzeitung.ch

«Der Quartierverein Wil West möchte die Kontakte untereinander im Quartier fördern, damit die Bewohnerinnen und Bewohner das Leben hier nicht nur als Wohnort, sondern als Heimat empfinden. Seit 2013 streben wir deshalb ein sinnvolles und zweckmässiges Entwicklungskonzept an», sagt Guido Bünzli, Präsident des QV Wil West. «Unser Verein will als Interessengemeinschaft gegen aussen wahrgenommen werden, um so Entwicklungen im Quartier in befriedigender Art und Weise mitprägen zu können.» Bünzli lobt in diesem Zusammenhang «die gute und speditive Zusammenarbeit» mit Bettina Anderau-Latzer vom Amt für Bau, Umwelt und Verkehr (BUV). Auch Stadtpräsidentin Susanne Hartmann habe ein offenes Ohr für die Anliegen aus dem Westquartier, sagt der Präsident.

Durch das Westquartier würden teils sehr breite Strassen führen. Auch beeinträchtige der Schleichverkehr die Sicherheit der Bewohner und führe zu übermässigem Lärm. Mit dem «Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) Strassenräume Westquartier» werde das Stadtentwicklungskonzept von 2008 angegangen. «Der Strassenraum, Trottoirs inbegriffen, ist öffentlicher Raum. Alle Verkehrsteilnehmer sollen gleichberechtigt, analog dem Koexistenzprinzip, behandelt werden. Ein erster Schritt zur Realisierung des Projekts kann schon nächstes Jahr erfolgen», sagt Bünzli.

Mehr Lebensqualität mit Begegnungszonen

Das «BGK Strassenräume Westquartier» sieht eine neue Verkehrsführung vor, die den Schleichverkehr unterbindet und mit Begegnungszonen attraktivere Strassenräume vorsieht. Ein spezielles Augenmerk sei der Winkelriedstrasse zu schenken, die mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes mehr Verkehr wird aufnehmen müssen, erklärt der Präsident des Quartiervereins. Der Strassenraum solle freundlicher gestaltet werden. Mögliche Mittel dazu seien in den Begegnungszonen Möblierungen wie Sitz- und Verweilmöglichkeiten, verschiedenartige Bodenbeläge, Bepflanzungen und eine spezielle Beleuchtung. Vorbild dazu könne das «projet urbain» des Bundes sein, das in Wil unter «projet futur» läuft. Auch den Anliegen der Kinder und der Schule soll ein besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Die Mitgliederzahlen des Quartiervereins West variieren seit der Gründung zwischen 110 und 170 Personen. «Das Quartierleben ist sehr aktiv. Die Mitglieder zeigen grosses Interesse an Angeboten, Themen und Veranstaltungen. Jeden ersten Mittwoch im Monat finden spezielle Spielaktivitäten statt. Bis zu 40 Kinder und Erwachsene beteiligen sich jeweils daran», erzählt Bünzli. Zwischen November und April stehen jeden Dienstag- und Mittwochabend Werkkurse (hauptsächlich mit Holz) für die Mittelstufenschüler des Alleeschulhauses auf dem Programm. Für die kleinen Kinder werden an zwei Abenden im November und Dezember Laternenkurse für den Silvesterumzug in der Wiler Altstadt angeboten. Der Präsident ergänzt: «Beliebt unter den Einwohnern ist das Schul- und Quartierfest im Juni, das von unserem Verein, der Lehrerschaft des Alleeschulhauses und dem Elternforum Prisma organisiert wird.»

Hinweis

Dieser Artikel ist der letzte der Serie «Wiler Quartiervereine».

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