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WIL: «Ein Stil, den man hier nicht findet»

Im Mai nächsten Jahres ist die Einweihungsfeier der neuen Moschee im Wiler Südquartier geplant. Der Rohbau steht bereits. Imam Bekim Alimi ist überzeugt, dass das Gebäude für die Stadt eine Bereicherung ist – auch architektonisch.
Ursula Ammann
Die neue Moschee an der Rosenstrasse vereint westliche quadratförmige und orientalisch runde Elemente. So etwa eine Kuppel, die aus 100 Tonnen Massivbeton gebaut ist und einen Durchmesser von 18,7 Metern hat. (Bild: pd)

Die neue Moschee an der Rosenstrasse vereint westliche quadratförmige und orientalisch runde Elemente. So etwa eine Kuppel, die aus 100 Tonnen Massivbeton gebaut ist und einen Durchmesser von 18,7 Metern hat. (Bild: pd)

WIL. Die Morgensonne wirft ihre Strahlen durch die hohen Fenster in den Gebetsraum. Noch zeigt sich dieser im Beton-Kleid. In weniger als einem Jahr werden dort die Gläubigen auf einem Teppich niederknien, den Kopf Richtung Mekka gewandt. Dies unter einer Kuppel, die aus 100 Tonnen Massivbeton besteht, einen Durchmesser von 18,7 Metern besitzt und deren höchster Punkt sich 14 Meter über dem Boden befindet.

Beim Beten zusehen

«Ich bin wirklich stolz», sagt Bekim Alimi, Imam und Projektleiter. Für Wil werde die Moschee eine Bereicherung sein – nicht nur aus religiöser Sicht, sondern auch architektonisch. «Sie ist in einem Stil gebaut, den man hier sonst nicht findet», erklärt Alimi.

Das islamische Begegnungszentrum, wie sich die Moschee auch nennt, vereint westliche quadratförmige und rundförmige orientalische Elemente. Im Erdgeschoss befindet sich ein Aufenthaltsraum, wo man sich unkompliziert treffen kann. «Niemand, der die Moschee betritt, ist zum Beten verpflichtet», erklärt Bekim Alimi. Im ersten Obergeschoss ist der Gebetsraum für 200 Männer angesiedelt. Die Frauen beten eine Etage darüber. Diese ist jedoch zum Gebetsraum der Männer hin offen – genau wie die Zuschauergalerie im dritten Stockwerk, von wo aus Besucherinnen und Besucher das Geschehen mitverfolgen können. Unter dem Dach der Moschee befinden sich danebst auch Räume für Sitzungen, Konferenzen oder für den Unterricht.

Kalligraphien an der Kuppel

Ende Juni vergangenen Jahres fand der Spatenstich statt. Nun steht der Rohbau. Federführend war dabei die Firma Mahler AG aus Niederuzwil.

Auf der Baustelle sind auch viele Moslems tätig. «Sie haben während des Ramadans gefastet und trotzdem auf Hochtouren gearbeitet», erzählt Bekim Alimi. Insgesamt sei bisher glücklicherweise alles unfallfrei verlaufen.

Im Mai nächsten Jahres ist die Einweihungsfeier geplant. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun: darunter der Einbau von sanitären Anlagen, diverse Elektroinstallationen oder auch Malerarbeiten. Diese beschränken sich nicht nur auf weisse Farbe. «Die Kuppel wird mit Kalligraphien versehen», erklärt Bekim Alimi. Noch steht nicht fest, welches Unternehmen diesen Auftrag wahrnimmt. Klar ist, dass dieses eher aus dem Ausland kommen wird, da in der Schweiz keines darauf spezialisiert ist.

Geld- und Arbeitsspenden

Die Kosten für die neue Moschee sind mit fünf Millionen Franken veranschlagt. Dieses Budget wird wohl nicht voll ausgeschöpft. Die Bauherrin, die Islamische Gemeinschaft Wil, hat viel Goodwill von ihren Mitgliedern erfahren – sei es in Form von ehrenamtlichem Engagement oder von Geldspenden.

Auch bei Nichtmoslems stösst der Bau auf Interesse. «Ich habe schon Dutzende von Leuten, die zufällig hier vorbeigekommen sind, durch das Gebäude geführt», erzählt Bekim Alimi. Auch seien schon ganze Schulklassen dabei gewesen.

Der Gebetsraum: Imam Bekim Alimi zeigt auf die Etage für Frauen und jene für Besucher, die zum Raum hin offen sind. (Bild: Ursula Ammann)

Der Gebetsraum: Imam Bekim Alimi zeigt auf die Etage für Frauen und jene für Besucher, die zum Raum hin offen sind. (Bild: Ursula Ammann)

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