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WIL: Ein lebendiges Museum

In den nächsten Jahren soll der Hof zu Wil die dritte und letzte Bauetappe erfahren. Mit einem neuartigen Betriebskonzept wird dem national bedeutenden Baudenkmal neues Leben eingehaucht.
Hans Suter
800 Jahre Geschichte, davon 500 Jahre Äbtezeit und knapp 200 Jahre Bierbrauerei: Der Hof zu Wil (Bildmitte) strahlt als Kulturdenkmal weit über die Region hinaus. (Bilder: Hans Suter)

800 Jahre Geschichte, davon 500 Jahre Äbtezeit und knapp 200 Jahre Bierbrauerei: Der Hof zu Wil (Bildmitte) strahlt als Kulturdenkmal weit über die Region hinaus. (Bilder: Hans Suter)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Wer sich an ein so bedeutendes Bauwerk wie den Hof heranwagt, muss es mit Ehrfurcht tun. Er muss sich mit der Geschichte ebenso wie mit der Bausubstanz auseinandersetzen und den Mut und die Geduld aufbringen, sich den statischen, feuerpolizeilichen und unbekannten Herkulesaufgaben zu stellen. Schlaflose Nächte sind den Machern gewiss.

Dennoch gibt es sie, die Unentwegten, die das schier Unmögliche wagen, um ein wertvolles Stück Geschichte in die Zukunft zu retten. Allen voran Susanne Hartmann, die als Stadtpräsidentin und Präsidentin der Stiftung Hof zu Wil zugleich die politische und testamentarische Verantwortung übernimmt. Ihr stehen nebst dem Stiftungsrat insbesondere Philipp Lämmlin von der Agentur Alltag (Nutzungskonzept) und Architekt Thomas K. Keller zur Seite. Zu dritt informierten sie gestern über die dritte und letzte Umbauetappe und die dazu erarbeiteten Grundlagen zu Nutzung und Machbarkeit. Über Zahlen konnte freilich noch wenig gesagt werden. Aber über den Inhalt. So soll ein aussergewöhnliches Museum entstehen, das jederzeit während der üblichen Öffnungszeiten gratis besucht werden kann. Es besteht aus sechs Teilbereichen: dem «Setzkasten» im Turm mit den Sammlungsattraktionen der Ortsgemeinde, den «Zeitspuren» zur Stadtgeschichte von Wil, dem überregional ausstrah- lenden «Fürstabteimuseum» mit angrenzender Äbtekapelle, einem «Mehrzweckraum» für Wechselausstellungen und unterschiedliche Nutzungen, den «Erlebnispfaden» durch Geschichten und Raum im Dachstock sowie der «Perlenschnur» entlang von Geschichtsmomenten im Hof und der angrenzenden Altstadt. Das Gesamtkonzept mit Gastronomie, Bibliothek, Museum und weiteren Nutzungsmöglichkeiten ist so angelegt, dass sich der Betrieb dank schlanker Strukturen selbsttragend führen lassen wird.

Aktuell wird ein architektonisches Vorprojekt erarbeitet, das die baulichen Antworten auf das neue Konzept geben soll. Zudem werden die zu erwartenden Baukosten geschätzt. Mit den Bauarbeiten wird nach jetzigem Planungsstand im Jahr 2021 begonnen. In der Zwischenzeit steht der Hof zu Wil aber nicht leer. Unter der Leitung von Kulturmanager Jacques Erlanger wird er experimentell zwischengenutzt.

www.hofzeit.ch

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