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WIL: Die Teilnahme ist Ehrensache

Ein Gesamtsieger, drei Kategorien und strahlende Gesichter trotz eisiger Temperaturen am Winterschiessen der Stadtschützen. Beim geselligen, traditionellen Anlass waren die Gelegenheitsschützen in der Überzahl.
Christof Lampart
Dieser Schütze überliess nichts dem Zufall, um treffsicher zu sein. Andere nahmen es gelassener. (Bilder: Christof Lampart)

Dieser Schütze überliess nichts dem Zufall, um treffsicher zu sein. Andere nahmen es gelassener. (Bilder: Christof Lampart)

Das Besondere am Winterschiessen der Wiler Stadtschützen ist, dass es eine Art Feldschiessen bei kalten Temperaturen ist. Doch dieses Mal war es noch ein bisschen ärger, war es doch zuweilen eisig. Dennoch liessen es sich rund 70 Männer, Frauen und Jugendliche nicht nehmen, in der Schiessanlage Thurau ihr Glück über 300 Meter zu versuchen. Am besten schnitt Karl Muheim ab, der nach fünf Probe- und zehn zählenden Schüssen 909 Punkte totalisierte und vor Urs Widmer (898) und Albert Baumann (895) den Sieg errang. Vereinspräsident Robert Signer wurde Siebter (866) und die beste der 13 Frauen im Feld, Tamara Hildebrand, durfte sich über 815 Punkte und Rang 18. freuen.

Als Mädchen am Knabenschiessen

Beim Winterschiessen ist das Sportliche das eine, das andere das gesellige Beisammensein. Kein Wunder, wird schon vor dem ersten Probeschuss gefachsimpelt, die eine oder andere Neuigkeit ausgetauscht oder eine Anekdote von anno dazumal erzählt. Ebenfalls Tradition ist, dass sich Politikerinnen und Politiker unter die Teilnehmer mischen. Für jemanden wie Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, deren Vater Josef einst Präsident der Wiler Stadtschützen war, ist die Teilnahme eine Ehrensache. «Ich war zwar nie bei den Stadtschützen im Verein, doch habe ich immer am Knabenschiessen teilgenommen. Einmal habe ich sogar den dritten Rang belegt und einen Fussball gewonnen», erzählt Susanne Hartmann.

Scheinbar scheint diese Erinnerung nicht nur gute Gefühle, sondern auch ein gutes Gefühl für die Waffe zu bringen – denn am Ende belegte die Stadtpräsidentin tatsächlich wieder einmal einen dritten Platz – nämlich in einer fiktiven reinen Damenliste. Mit 672 Punkten landet sie zwar insgesamt «nur» auf dem 45 Platz, doch lässt sie mit Ausnahme von alt Nationalrat Hans Ruckstuhl (12., 841 Punkte) und alt Stadtrat Andreas Widmer (38., 742 Punkte) und den aktuellen Vize-Stadtparlamentspräsidenten Marc Flückiger (44., 703 Punkte) sämtliche Politiker hinter sich.

«Ich will einfach nicht Letzte werden»

Auch der aktuelle Stadtparlamentspräsident, Luc Kauf (55., 599 Punkte) klassiert sich hinter der Stadtpräsidentin, doch kommt das Resultat für ihn nicht überraschend: «Das letzte Mal haben ich in der RS eine Waffe in der Hand gehalten», sagt Kauf, doch sei er sehr gerne hierhergekommen: «Dieses Schiessen ist ein Stück Wiler Tradition und da gehört es sich einfach, als Parlamentspräsident mitzumachen.»

Ähnlich gelassen sieht Schulratspräsidentin Jutta Röösli ihrem zweiten Wiler Winterschiessen entgegen – was gleichbedeutend mit ihrem zweiten Schiessen im Leben überhaupt ist. «Ich will einfach nicht Letzte werden, dann bin ich zufrieden», lässt sie sich beim Fassen der Munition vernehmen.

Wenig später sollte ihr Wunsch in Erfüllung gehen, wird sie sich doch mit 503 Punkten 62. – genau einen Rang und fünf Punkte vor der letztjährigen Wiler Stadtparlamentspräsidentin Ursula Egli.

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