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WIL: Die Pläne sind da, die Gelder noch nicht

Die Sanierung des 60-jährigen Pfadiheims «Roter Ziegel» wird konkret. Am späten Dienstagnachmittag ist die Baueingabe erfolgt. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht gesichert, erst ein Viertel des Geldes ist beisammen. Der 14. Dezember wird zum Stichtag.
Simon Dudle
So soll das Pfadiheim nach dem geplanten Umbau aussehen.

So soll das Pfadiheim nach dem geplanten Umbau aussehen.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

«Das ist ein grosser Schritt für unser Projekt. Wir machen ernst», sagte Projektleiter Manuel Nick, nachdem die Baupläne an den zuständigen Wiler Stadtrat Daniel Stutz vom Departement für Bau, Umwelt und Verkehr (BUV) übergeben worden sind. Seit 1961 fristet das Pfadiheim «Roter Ziegel» oberhalb des Wiler Stadtweiers seines Daseins, ist allerdings merklich in die Jahre gekommen. Obwohl es noch heute genutzt wird, ist ein Umbau dringend nötig.

Mittlerweile hat Architekt Jüge Rüdlinger vom Architekturbüro Skizzenrolle die Pläne ausgearbeitet, nachdem zuvor verschiedene Firmen für eine Offerte eingeladen worden waren. 28 Schlafplätze soll das weiterhin zweistöckige Gebäude umfassen, aufgeteilt in zwei 12er-Zimmer und ein 4er-Zimmer für die Leiter. Auch drei Nasszellen mit Duschen und WC gehören dazu. Eine davon wird behindertengerecht sein. Ein Aufenthaltsraum und eine Küche ermöglichen Veranstaltungen für bis zu 40 Personen. Im Obergeschoss ist Platz für Lageraktivitäten eingeplant. Für die Nutzung der Pfadi steht ein separater Raum zur Verfügung. Im Eingangsbereich wird eine Garderobe für dreckige und nasse Kleider errichtet.

Erst ein Viertel des Geldes ist beisammen

«Das neue Pfadiheim wird heimelig, praktisch und beständig sein und aus viel Holz bestehen», sagt Architekt Rüdlinger. Es soll keinen Luxus bieten, dafür Basis für eine dauerhafte Nutzung sein. Die Kosten sind mit 980000 Franken veranschlagt. 100000 Franken steuert die St. Galler Kantonalbank im Rahmen ihrer Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen im Jahr 2018 bei. Ungefähr den gleichen Betrag kann die Pfadi an Eigenmitteln einschiessen. Für den Rest ist sie seit rund einem Jahr auf Geldsuche. Damit liegt das Zwischenergebnis aktuell bei gut 250000 Franken, womit erst gut ein Viertel der Summe beisammen ist.

Der 14. Dezember ist betreffend Finanzierung der Stichtag. Dann wird im Wiler Stadtparlament das Budget für das Jahr 2018 beraten. Dieses enthält in der aktuellen Fassung einen Betrag von 300000 Franken für Infrastrukturbauten von Wiler Vereinen. Was aber nicht heisst, dass die Pfadi die ganzen 300000 Franken an städtischen Geldern für sich beanspruchen dürfte, so der Betrag im Budget bleibt. Laut Stadtrat Stutz sind aktuell diverse Baugesuche von Vereinen hängig. Parallel dazu erarbeitet die Stadt einen Leitfaden mit Beurteilungskriterien, um bei solchen Anträgen von Vereinen die Gelder künftig «transparent» sprechen zu können, wie Stutz es formuliert.

Heute werden die Politiker informiert

Der städtische Zustupf ist für das Pfadiprojekt zentral. Mehrere angefragte Stiftungen machen ihren Beitrag davon abhängig, ob auch Gelder der öffentlichen Hand fliessen. Darum weibelt das Projektteam um die Aufmerksamkeit der Wiler Stadtparlamentarier und hat sie heute Abend ins Pfadiheim eingeladen, um die Baupläne vorzustellen. Für Nick ist eine zentrale Aussage, dass es sich nicht nur um ein Haus für die Pfadi handelt, sondern ein Mehrwert für die ganze Stadt geboten werden soll. Er sagt: «Es ist die einzige Gruppenunterkunft für Übernachtungen in Wil, seit es den Turm nicht mehr gibt.»

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