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WIL: Die närrische Zeit beginnt

Die Fastnachtsgesellschaft Wil setzt sich für die Erhaltung der Fastnachtstradition ein. Gestern präsentierten sie ihr Programm. Sorgen bereiten gestiegene Auflagen und Platzprobleme bei der Unterbringung auswärtiger Guggen.
Gianni Amstutz
Der grosse Umzug am Sonntag, 11. Februar, bildet den Schlusspunkt der Wiler Fastnacht. (Bild: PD)

Der grosse Umzug am Sonntag, 11. Februar, bildet den Schlusspunkt der Wiler Fastnacht. (Bild: PD)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Bald beginnt sie auch in Wil: die fünfte Jahreszeit. Unter dem Motto «20 Jahre Fanfaren» läutet die Fastnachtsgesellschaft Wil (FGW) die Fastnachtszeit ein. Für die Organisation der närrischen Tage in der Äbtestadt steht der FGW ein Budget von rund 230000 Franken zur Verfügung. Was sich erst einmal nach viel anhöre, reiche gerade so aus, sagt FGW-Präsident Oliver Baumgartner. «Manche Leute haben den Eindruck, die FGW sei ein reicher Verein. Dem ist jedoch nicht so.» Die FGW sei gemeinnützig organisiert. Ziel sei es, die Fastnachtstradition in Wil weiterzuführen und nicht einen möglichst grossen Gewinn zu erzielen. Denn die Fastnacht habe in Wil einen hohen Stellenwert. «Der Umzug beispielsweise gehört zu den grössten Anlässen der Stadt», sagt Baumgartner.

Höhere Auflagen führen zu höheren Kosten

Das Budget der FGW wird hauptsächlich durch Sponsoren finanziert. In den vergangenen Jahren sei es jedoch immer schwieriger geworden, das benötigte Geld aufzutreiben. Einerseits, weil die Suche nach neuen Unterstützern eine Herausforderung darstelle, anderseits seien die Auflagen der Stadt bezüglich Sicherheit und Infrastruktur gestiegen. Das verursache jedes Jahr höhere Kosten, sagt der Präsident. So müsse dieses Jahr beispielsweise zum ersten Mal ein Löschfahrzeug der Feuerwehr bei der Verbrennung des Nörgelis auf dem Bleichenplatz bereitstehen. Noch sei nicht geklärt, wer die Kosten dafür letztlich trage. «Steigen die Kosten jährlich an, bleiben uns nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder wir erhöhen die Eintrittspreise für den Umzug oder wir können gewisse Programmpunkte nicht mehr durchführen.»

Ein weiteres Problem, das der FGW Sorgen bereitet, ist die Unterbringung von auswärtigen Gästen. Zum Monsterkonzert am Samstag reisen Guggenmusiken aus der ganzen Schweiz nach Wil. Da der Turm nicht mehr für Übernachtungen genutzt werden könne, habe man noch nicht für alle Guggen einen Schlafplatz gefunden, sagt Baumgartner. Abgesehen von Hotels existierten in Wil keine echten Alternativen.

Donnerstag im Zeichen der Kinder

Beim Programm setzt die FGW grösstenteils auf Altbewährtes. Als Neuerung wird der Gümpelimittwoch, offizieller Startschuss der Wiler Fastnacht am 7. Februar, in Zusammenarbeit mit den Wiler Tüüfel ausgebaut. Nach dem Tüüfel-Auszug aus dem Hoftor wird ein Nachtumzug mit elf Gruppen veranstaltet, die dazu aus der Region anreisen. Zudem werden eine Ansprache der Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, die Bullenverlesung durch Herold Michael Sarbach, Guggenauftritte und ein Festzelt für fastnächtliche Stimmung sorgen. Ebenfalls am Gümpelimittwoch findet im «Hof», der «Falkenburg» und der «Vinothek» ein Schnitzelbankabend statt.

Der Schmutzige Donnerstag am 8. Februar steht mit dem Kindermaskenball im Stadtsaal ganz im Zeichen der kleinen Fastnächtler. Am Freitagabend findet mit dem Hofnarrenball eine Gala im Stadtsaal statt. Dabei wird der Hofnarr 2018 vorgestellt: Eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Form für Wil verdient gemacht hat. Am Samstag, 10. Februar, spielen 13 Guggen aus der ganzen Schweiz am Monsterkonzert in der Altstadt. Den Schlusspunkt bildet der Fastnachtsumzug mit über 50 Gruppen und circa 3000 Umzugsteilnehmer am Sonntag. Dabei wird in diesem Jahr der Nörgeli verbrannt. 300 Arbeitsstunden stecken in der sechs Meter hohen und acht Tonnen schweren Figur. Wem heuer die zweifelhafte Ehre zuteil wird, ist ein gut gehütetes Geheimnis.

Weitere Informationen: fgw.ch

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