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WIL: Die Jugend gibt den Ton an

Am Sonntag wird ein halbes Jahrtausend Reformation gefeiert. Zu diesem Anlass spielt das Jugendorchester ein Stück von Felix Mendelssohn-Bartholy. Aber auch in den Intervallen kommen die Jugendlichen zu Wort.
Jonas Manser
Start ins Jubiläumsjahr: Junge Erwachsene werden mit Musik und ihren Gedanken zum Gottesdienst in der Kreuzkirche beitragen. (Bild: PD)

Start ins Jubiläumsjahr: Junge Erwachsene werden mit Musik und ihren Gedanken zum Gottesdienst in der Kreuzkirche beitragen. (Bild: PD)

Jonas Manser

jonas.manser@wilerzeitung.ch

Heute, genau vor 500 Jahren, soll Martin Luther 95 Thesen an die Schlosstüre zu Wittenberg geschlagen haben. Dies mit nachhaltigen Konsequenzen. Vieles, das heute selbstverständlich ist, haben Martin Luther und die Schweizer Reformatoren hart errungen: Wie die Verbindung von Glaubenspraxis und Muttersprache durch die Bibelübersetzung und die konsequente Verwendung der Muttersprache im Gottesdienst. In der Schweiz wird der Reformationstag am ersten Sonntag des Novembers gefeiert. So auch zum Jubiläum. Am Sonntag beginnt das Jubiläumsjahr offiziell mit Gottesdienst und einer Aufführung der Reformationssymphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy vom Jugendorchester Wil. Unter der Leitung von Martin Baur haben sich die jungen Musikerinnen und Musiker ein Jahr lang intensiv auf diesen Auftritt vorbereitet. Mit Unterstützung von Musikern aus der Umgebung führen sie das Werk des versierten Komponisten auf.

«Die Reformation war eine Bewegung von jungen Männern und Frauen. Deshalb starten wir mit einer Veranstaltung, in der die Jugend sprichwörtlich den Ton angibt», schreibt Pfarrer Christoph Casty in einer Mitteilung. Nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich gestalten die jungen Erwachsenen den Gottesdienst. Zwischen den musikalischen Einlagen sind «Zwischensätze» eingestreut, wie es Casty beschreibt. In diesen Intervallen richten sich die Jugendliche an das Publikum und tragen ihre Gedanken über die heutige Relevanz der Kirche und ihrer Zukunft vor. Dabei unterliegen die Jugendlichen keiner Zensur: «Die Gedanken der jungen Erwachsenen dürfen auch gerne kritisch oder herausfordernd sein», sagt Casty. Er wisse ebenfalls noch nicht, was sie am Gottesdienst vortragen werden. «Sie sollen kein Blatt vor den Mund nehmen.» Als Vorgabe für die kurzen «Zwischensätze» sei die Frage gewesen: «Was braucht es, damit die evangelische Kirche weiterhin relevant für die Gesellschaft bleibt?».

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