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WIL: Die Entscheidung ist gefallen: Der Silo wird in hellem Grauton gestrichen

Die Fassaden der imposanten Siloanlage beim Bahnhof werden ab Mitte Juni wieder so aussehen wie bei der Eröffnung 1958: Der Turm wird in einem Ziegelrot gehalten, die Silozellen in einem hellen Grauton. Die Fassadensanierung kostet rund 800000 Franken.
Hans Suter
Geschäftsführer Jürg Tanner: «Die neue Farbgebung wird dem Originalzustand aus dem Jahr 1958 entsprechen.» (Bilder: Hans Suter)

Geschäftsführer Jürg Tanner: «Die neue Farbgebung wird dem Originalzustand aus dem Jahr 1958 entsprechen.» (Bilder: Hans Suter)

Kaum wurde mit der Fassadensanierung begonnen, überschlugen sich die Spekulationen und Gestaltungsvorschläge in den Sozialen Medien. Und es wurde über die neue weisse Farbgebung geschnödet. Der Getreidesilo beim Bahnhof ist eben nicht irgendein Gebäude, sondern für viele Her- und Wegreisende das Wiler Wahrzeichen schlechthin.

Jürg Tanner, Geschäftsführer der Silo AG Wil, machte bald einmal klar: «Beim aktuell sichtbaren weissen Farbanstrich handelt es sich nicht um die neue Fassadenfarbe, sondern lediglich um die Grundierung.» Das hat gesessen und die Kritiker besänftigt.

Über die definitive Farbgebung waren zu jenem Zeitpunkt noch keine Entscheidungen gefallen. «Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters», sagt Jürg Tanner. Deshalb seien Fachleute zur gemeinsamen Beurteilung mit Zuständigen der Stadt Wil konsultiert worden. Dabei habe sich gezeigt, dass der architektonischen Gesamterscheinung grosse Beachtung zu schenken sei. Unter Berücksichtigung der fachlichen Würdigungen sei der Beschluss gefallen: «Nebst der Substanzerhaltung lautet das Ziel der Sanierung, dem Silo möglichst die ursprüngliche Farbgebung zurückzugeben.» In Farben ausgedrückt bedeutet das: Die Turmfassade wird in einem Ziegelrot gehalten, jene der Silozellen in einem hellen Grauton.

Spezialisten arbeiten auf Schwebegerüsten

Doch wie saniert man Fassaden von solchen Ausmassen? Die Silozellen ragen 42 Meter in die Höhe, der Turm mit «Kornstube» gar 62 Meter. Die zu sanierende Gesamtfläche beläuft sich auf 8600 Quadratmeter. Die Silo AG Wil beauftragte die auf Silosanierungen spezialisierte und europaweit tätige Hamburger Firma Uhr AG, die in Olten eine Niederlassung unterhält. Das Unternehmen arbeitet mit speziellen Schwebegerüsten, die sie zum Teil selber entwickelt hat. Dank dieser Technik kann auf ein Eingerüsten des Getreidesilos verzichtet werden, was im vorliegenden Fall eine Kostenersparnis von rund 300000 Franken bewirkt. Die Fassade wird mit etwa 350 bar Wasserdruck gereinigt. Danach folgt die Ausbesserung schadhafter Stellen im Beton. Schliesslich folgt die Grundierung, bevor im letzten Schritt die Farbe aufgetragen wird. Ein grosser Teil der Grundierung ist bereits aufgetragen. «Ab Mitte Mai werden die ersten Spuren des neuen Farnanstrichs sichtbar sein», sagt Jürg Tanner. Macht das Wetter den Zeitplänen keinen Strich durch die Rechnung, seien die Arbeiten bis Mitte Juni abgeschlossen.

Die aktuellen Sanierungsarbeiten belaufen sich laut Jürg Tanner auf gegen 800000 Franken. Im Jahr 2015 seien bereits 180000 Franken in die Sanierung der Flachdächer investiert worden, 2009 rund eine Million Franken in eine neue Silosteuerung sowie in Anlagenergänzungen.

Der von 1956 bis 1958 erbaute Getreidesilo und der Neusilo von 1977 mit 37000 Tonnen Getreide mit einem Wert von rund 15 Millionen Franken sind randvoll. «Im vergangenen Jahr wurden gut 50000 Tonnen Getreide umgeschlagen», sagt Jürg Tanner. «Lagerkapazitäten sind derzeit gut nachgefragt.»

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