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WIL: Die Backstube ist kein Geheimnis

Die Bäckerei-Konditorei Eberle existiert seit 1953. Mit Ralf Peter hat Inhaberin Elisabeth Eberle einen Geschäftspartner zur Seite, der mit ihr die Familientradition weiterführt und Neues entwickelt.
Roland P. Poschung
Bäcker-Konditormeister Ralf Peter und Inhaberin Elisabeth Eberle präsentieren ihre Spezialitäten. (Bild: Roland P. Poschung)

Bäcker-Konditormeister Ralf Peter und Inhaberin Elisabeth Eberle präsentieren ihre Spezialitäten. (Bild: Roland P. Poschung)

Schon beim Betreten des Ladens der Bäckerei-Konditorei Eberle an der Toggenburgerstrasse 94 in Wil fällt der Kundschaft die grosse Auswahl an Brot, Backwaren, Snacks und Spezialitäten auf. Je nach Ladenbereich werden kulinarische Schwerpunkte gesetzt. Rechts im Geschäft präsentieren sich die unterschiedlichen, bunten und hausgemachten Spezialitäten. Je nach Saison tummeln sich hier Osterhasen, Samichläuse oder originelle Überraschungen wie die Topspezialitäten. Allen voran der «Eberle Huscake», der mit einem leichten Mandelbiskuit, einer Vanille-Buttercrème zwischen zwei weichen Japonais-Böden und einem Hauch Kirsch versehen ist.

Oder die humorvollen (medizinisch-verordneten) Globuli-Dosierungen von Caramel-Rahm-Mini-Truffes. Diese sind je nach Befindlichkeit und Notwendigkeit im übertragenen Sinn zur Gesundung oder zum Glücklich-Werden anerboten sowie die handgerollten Schoggi-Buttergipfeli, die allein pro Jahr über 50000-mal verkauft werden. Das Geschäft ist sieben Tage in der Woche geöffnet, was auf eine grosse Nachfrage hindeutet. «Uns ist es ein Vergnügen und der Kundschaft ein Genuss. So sind wir flexibel, machen Umsatz und sichern die Arbeitsplätze», sagt Inhaberin Elisabeth Eberle.

Vom Laden Blick in die Konditorei

Auffällig ist die betriebliche Transparenz sowohl für Kunden als auch für die Mitarbeitenden. Vom Laden sieht man durch getrennte Scheiben in die Konditorei, wo fleissig gearbeitet wird und kleine Kunstwerke zum Essen kreiert werden. Auch die Mitarbeitenden haben ihrerseits die Möglichkeit, dem Treiben im Laden zuzuschauen. Dabei sehen sie, welche Produkte, die sie selber hergestellt haben, über die Theke gehen. «Wir haben nichts zu verbergen, sagt der Zuzwiler Bäcker-Konditormeister Ralf Peter, der als Geschäftspartner von Elisabeth Eberle für Produktion, Einkauf, Rezeptentwicklung, Produktionspersonal und Lehrlingsausbildung zuständig ist.

In der Mitte des Ladens, unterhalb der Decke, können die Kunden zudem über einen Bildschirm das tüchtige Treiben in der grossen Backstube und den dort Beschäftigten verfolgen. Aktuell sind in der Bäckerei-Konditorei Eberle 21 Mitarbeitende (Voll- und Teilzeit), davon acht Personen allein im Verkauf sowie drei Lehrlinge beschäftigt.

Diese Transparenz geht einher mit dem Sinn nach Sauberkeit, Hygiene und Teamgeist. Mit Achtsamkeit und Originalität zeigen sich die Spezialitäten in der Auslage. Elisabeth Eberle, in jungen Jahren als Coiffeuse tätig, schätzt den Kontakt an der Verkaufsfront: «Auf die alltäglichen Kundenwünsche gehen wir gerne ein, so zum Beispiel bei der immer mehr gefragten Zwischenverpflegung auch für Vegetarier, bei der Tortenkunst, bei Firmen-Apéros oder bei besonderen Festen. Wir haben festgestellt, dass sich über die Jahre das Essverhalten verändert hat. Heute besteht eine Nachfrage nach gesunder Ernährung, weniger Fett und Zucker sowie kleineren Portionen.»

Ständig auf der Suche nach neuen Ideen

Mit den bestehenden Spezialitäten gibt sich das Team nicht zufrieden. «Sogar in unseren Ferien in fremden Ländern lassen wir uns inspirieren. Machen Fotos von Produkten, Gewürzen oder weiteren Verkaufsideen, die wir dann für unsere Gegebenheiten und Abläufe anpassen, umwandeln und neu entwickeln», sagt die Inhaberin. «Eberles Süssmacher» seien auch schon im Schlaf von einer Idee geküsst worden, heisst es mit einem Lächeln im Knopfloch.

Hinweis

Dieser Artikel ist der dritte der Serie «Die Süssmacher von Wil». Bisher erschienen sind «Süsse Erinnerung an einen würdigen Tag» (3. März) und «Das Rezept ist streng geheim» (24. Februar).

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