Wil Devils starten mit zwei Niederlagen

Der Auftakt nach der Winterpause ist den NLA-Baseballern der Wil Devils missglückt. Gegen den Rekordmeister aus Bern verlieren die Wiler mit 0:10 und 1:14. Trotzdem zieht die Mannschaft ein positives Fazit: Es konnten vier junge Spieler eingegliedert werden.

Antonio Borando
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Mit guten Plays haben die Devils im zweiten Spiel die Berner Offensive mehrheitlich in Schach gehalten. (Bild: pd)

Mit guten Plays haben die Devils im zweiten Spiel die Berner Offensive mehrheitlich in Schach gehalten. (Bild: pd)

BASEBALL. Die Herren-Mannschaft der Wil Devils mass sich am vergangenen Sonntag mit dem Rekordmeister aus Bern, den Cardinals. Nach einer halbjährigen Winterpause und dem Aufstieg in die NLA diente dieses Wochenende als erster Gradmesser für die kommende Saison. Aufgrund der Abwesenheit diverser Stammspieler (Verletzung und Krankheit) kamen auch die Jüngsten im Team zu einem ersten Dauereinsatz in der höchsten Schweizer Liga. Gian Gardoni (15), Alessio Borando (16), Alex Gyr (16) und Thanphong Tran (17) machten ihre Sache trotz kleiner Unsicherheiten sehr gut und konnten so erste wichtige Erfahrungen sammeln. Leider reichte es nicht für einen ersten Sieg – 0:10 und 1:14 hiess es am Schluss.

Zu viele Defensivfehler

Vor Beginn des ersten Saisonspiels wurde vor allem eine konzentrierte und simple Spielweise angestrebt. Diego Gladig durfte sich als erster Pitcher auf dem Wurfhügel versuchen, um einen erfolgreichen Start hinzulegen. Trotz Augenmerk auf Konzentration befanden sich die Wiler zu Beginn im Kollektivschlaf. 5:0 zogen die Berner im ersten Inning davon – ermöglicht durch Defensivfehler der Devils. Während sich jedoch das Feld (also die Defensive) stark verbesserte und teils schöne Spielzüge zu bestaunen waren, gelang in der Offensive nur weniges. Dazu kamen unnötige Outs auf den Bases, so dass eine Aufholjagd zusehends unwahrscheinlichere Züge annahm. So lag man auch nach Ende des 7. Innings mit null erzielten Punkten zurück und verlor schliesslich das erste Saisonspiel mit 0:10.

Berner in Schach gehalten

Im Spiel 2 startete Claudio Studerus als Pitcher. Mit ihm wollte die gesamte Wiler Defensive am letzten Spiel anknüpfen und den Bernern vor allem zu Beginn wenige Runs zugestehen. Und siehe da: Mit erneut ansprechenden Plays wurde die Berner Offensive mehrheitlich in Schach gehalten. Spätestens nach dem ersten erzielten Run durch Diego Gladig (nach einem Double und gestohlener dritter Base) zum zwischenzeitlichen 3:1, versprach das zweite Spiel ein spannendes zu werden. Leider brachten sich die Wiler selber um einen möglichen Showdown und leisteten sich in den Innings 5 und 6 zu viele individuelle Fehler. Damit war auch dieses zweite Game gelaufen, da wiederum das offensive Spiel der Devils sehr zu wünschen übrig liess. In den letzten beiden Durchgängen durfte auch noch Gian Gladig auf den Wurfhügel, um erste Bälle dieser Saison zu werfen. Leider änderte auch diese Massnahme den Kurs des Spiels nicht und endete somit mit 14:1 zugunsten der Berner.

Home-Run-Derby

Die Spiele an diesem Wochenende waren resultatmässig zwar weniger erfolgreich, dennoch konnten wichtige Schlüsse gezogen werden. Nebst schwachem Hitting kann sowohl die Eingliederung der vier Jüngsten als auch die allgemeine Defensivleistung positiv herausgestrichen werden, auch wenn Fehler in diesem Masse schnellstens abzustellen sind. Nichtsdestotrotz freuen sich die Devils auf eine baldige Rückkehr der Stammspieler. Ausserdem erwarten den Club diesen Freitag gleich zwei Highlights. Zum einen steigt das alljährliche Home-Run-Derby (ab 19 Uhr im Lindenhof) und zum anderen begrüssen die Wil Devils ab dem 24. April den 18jährigen Australier Justin Maxted, der die Wiler in den kommenden Spielen unterstützen wird.