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WIL: Der wilde Mann wird Spanier

Drei junge Gastronomen verwandeln den «Wilden Mann» in ein spanisches Restaurant, inklusive Bistro-Bar. Ein innovatives Konzept mit Livemusik und Public-Viewing-Anlässen soll das Lokal beleben. Eröffnung ist im März.
Gianni Amstutz
Raffael Wehrli, Felipe Martinez und Fabian Santschi (von links) stossen auf die baldige Eröffnung ihres Restaurants El Pincho zum Wilden Mann an. Die Bistro-Bar im Erdgeschoss öffnet ihre Türen erstmals am 9./10. März, das Restaurant nimmt den Betrieb voraussichtlich im Juni auf. (Bild: PD)

Raffael Wehrli, Felipe Martinez und Fabian Santschi (von links) stossen auf die baldige Eröffnung ihres Restaurants El Pincho zum Wilden Mann an. Die Bistro-Bar im Erdgeschoss öffnet ihre Türen erstmals am 9./10. März, das Restaurant nimmt den Betrieb voraussichtlich im Juni auf. (Bild: PD)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Ende Dezember gingen Rita und Franz Zimmel, die das Restaurant Wilder Mann während mehr als zwölf Jahren geführt hatten, in den Ruhestand. Die Metzgerei im Erdgeschoss hatte schon Jahre zuvor den Betrieb eingestellt. Wie es mit dem geschichtsträchtigen Traditionshaus weitergehen sollte, wurde vorläufig nicht kommuniziert. Bis jetzt. Das Jungunternehmen Nullkommanix Gastro will das Lokal unter dem Namen «El Pincho zum Wilden Mann» in ein spanisches Restaurant verwandeln.

Noch keine 30 Jahre alt, aber voller Ideen

Hinter dem Projekt verbergen sich die beiden Köche Felipe Martinez und Raffael Wehrli sowie Fabian Santschi, der für Administration, Finanzen und Marketing zuständig ist. Sie alle sind noch keine dreissig Jahre alt, bringen aber bereits einen reichen Erfahrungsschatz mit. Seit rund eineinhalb Jahren betreiben sie gemeinsam einen Catering-Service und die mobile Imbissstation Znüni Bühni in Kreuzlingen. Dort konnten sie Praxis im selbstständigen Führen eines gastronomischen Unternehmens sammeln. «Es war uns immer klar, dass wir die Znüni Bühni nicht ewig machen werden. Es war gastronomisch gesprochen unser Mise en Place für weitere Schritte und hat uns den Weg geebnet», sagt Fabian Santschi.

Das Ziel sei immer gewesen, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Schon früh entwarf das Trio ein Konzept für ein eigenes Restaurant. Dass es nun so schnell geklappt hat, haben sie jedoch nicht erwartet. Über einen Bekannten gelangte ihr Konzept an die Vermieter der Liegenschaft Zum Wilden Mann, Rolf Allenspach und Walter Grüebler. Diese waren vom Konzept überzeugt und fragten die drei Junggastronomen an, ob sie sich vorstellen könnten, ihr Projekt im «Wilden Mann» zu verwirklichen. «Für uns war das ein absoluter Glücksfall», sagt Fabian Santschi. Das Verhältnis zu den Vermietern sei sehr gut und man sei auf einer Wellenlänge.

Bei der Finanzierung der Umbauarbeiten und sonstigen Ausgaben, die zur Wiedereröffnung benötigt werden, zahlen die Betreiber einen Teil aus der eigenen Tasche und der Firmenkasse von Nullkommanix Gastro. Zudem können sie auf die Unterstützung aus ihrem Umfeld zählen und sammeln auf der Crowdfunding-Plattform «Wemakeit» Spenden.

Volle Konzentration auf den «Wilden Mann»

Die Znünibühni haben sie verkauft, denn der Fokus soll ganz auf der Neueröffnung des «El Pincho zum Wilden Mann» liegen. Und dafür hat sich das junge Dreiergespann einiges vorgenommen. So soll aus dem Lokal nicht nur ein Restaurant mit spanischen Spezialitäten wie Paella und Tapas werden, die Räume der ehemaligen Metzgerei im Erdgeschoss werden derzeit in eine Bistro-Bar umgebaut. «El Pincho zum Wilden Mann soll ein Treffpunkt für jeden sein. Ein Hauch Tradition gemischt mit mediterranem Flair», erklärt Santschi. «Wir sind jung, haben Ideen, den Mut, diese umzusetzen aber auch die fundierte Ausbildung und sind deshalb überzeugt, dass uns das gelingen wird», sagen die neuen Wirte selbstbewusst. An Ideen mangelt es ihnen wahrlich nicht. Bereits jetzt sind spanische Livemusik und Übertragungen von ausgewählten Spielen der Fussball- Weltmeisterschaften oder Champions League geplant.

Den Standort erachten sie als ideal. Sie sind sich bewusst, dass es andernorts mehr Laufkundschaft geben würde, sind aber überzeugt, dass sie mit ihrem gastronomischen Konzept Kunden in die Altstadt locken können. Als Konkurrenz für bestehende Gastrobetriebe in Wil sehen sie sich nicht, sondern vielmehr als Ergänzung. «Je mehr Angebote es hat, desto mehr Leute kommen und beleben den Standort. Davon profitieren alle», sagt Santschi. Auch Simon Lumpert, Präsident der Altstadtvereinigung, betont die Bedeutung des Projekts für die Altstadt. «Die Wiederöffnung des ‹Wilden Mannes› ist ein wichtiger Schritt, ist es doch ein Betrieb mit viel Charme und Geschichte.»

Infos zum Crowdfunding

www.wemakeit.com/projects/el-pincho-zum-wilden-mann

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