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WIL: Der Bahnhof Wil wird zum Erlebnisraum

Bis zum Jahr 2025 sollen der Bahnhofplatz und die Allee eine harmonische Einheit bilden und sich in ein unverwechselbares «inneres Tor» zur Stadt Wil wandeln. So sieht es das Siegerprojekt «Amici» vor, das gestern vorgestellt wurde.
Hans Suter
Die Allee wird östlich erweitert, vor den Geschäften gibt es mehr Platz, Velos erhalten zwei Spuren. (Bild: Visualisierung: Dome Visual)

Die Allee wird östlich erweitert, vor den Geschäften gibt es mehr Platz, Velos erhalten zwei Spuren. (Bild: Visualisierung: Dome Visual)

Ein offener Platz mit einem modern gestalteten Busbahnhof in der Mitte, eine nach Osten erweiterte Allee mit einer zusätzlichen Reihe an Kastanien- und anderen Bäumen, mehr Raum für Strassenkaffees, zum Flanieren oder einfach zum Verweilen, zwei Radspuren, zwei Fahrspuren für Busse und Autos: So könnte sich der bedeutende Stadtraum Bahnhofplatz/Allee ab dem Jahr 2025 präsentieren. «Als schönes Eingangstor», wie Stadtpräsidentin Susanne Hartmann das Ziel gestern bei der Präsentation des Siegers aus dem Projektwettbewerb in einer Kurzformel zusammenfasste. «Wer nach Wil kommt, soll sehen, dass er in Wil ist», versinnbildlichte es Stadtrat Daniel Stutz, Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr.

Zentraler Punkt auf dem offenen Platz wird der Busbahnhof mit elegantem Dach und verzahnten Haltekanten für die Busse. (Bild: Visualisierung: Dome Visual)

Zentraler Punkt auf dem offenen Platz wird der Busbahnhof mit elegantem Dach und verzahnten Haltekanten für die Busse. (Bild: Visualisierung: Dome Visual)

Die Gestaltung des Wiler Bahnhofplatzes ist seit Jahrzehnten ein Diskussionsthema. Der letzte Versuch scheiterte im Jahr 2004 bereits im Stadtparlament. Je nach Sicht der Dinge gehen die Ansprüche an Funktionalität und Gestaltung auch heute noch weit auseinander. Immerhin geht es um einen zentralen Bereich in der drittgrössten Stadt des Kantons St. Gallen mit 23500 Einwohnerinnen und Einwohnern, 14000 Arbeitsplätzen und der Funktion als regionale Verkehrsdrehscheibe mit mehr als vier Millionen Passagieren, die hier jedes Jahr ein-, aus- oder umsteigen.

Nun also wird ein neuer Anlauf genommen. Aus dem durchgeführten Wettbewerb «Gestaltung Stadtraum Bahnhofstrasse/Allee» ist das Projekt «Amici» (Freunde) als Sieger hervorgegangen. Hinter dem Team stehen die drei Unternehmen Hager Partner AG, Cometti Truffer Architekten AG und Basler & Hofmann AG. Sie können als Referenzarbeit die Neugestaltung des St. Galler Bahnhofplatzes vorweisen. Präsident der elfköpfigen Jury ist Matthias Wehrlin.

Der Zeitplan sieht folgende Meilensteine vor: Bis 2020 werden das Vor- und Bauprojekt erarbeitet, danach folgen das Bewilligungsverfahren und die Volksabstimmung 2022. Nimmt das Projekt die politischen Hürden, erfolgt 2023 bis 2025 die bauliche Umsetzung.

Die Kosten werden erst ermittelt und können gegenüber dem Masterplan um bis zu 30 Prozent nach unten und oben abweichen. Für den Bereich Busbahnhof, Bahnhofplatz und Allee wurde mit Investitionen von 17,7 Millionen Franken kalkuliert. Die Verschiebung des Bahnhofs der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) dürfte weitere 6,5 Millionen Franken kosten. Ausserdem sollen 6,5 Millionen Franken in die westliche Erweiterung der unterirdischen Parkierungsanlage investiert werden. Es handelt sich für Wil um das grösste Projekt im Rahmen des Agglomerationsprogramms der zweiten Generation.

Der Perimeter für das Projekt beginnt beim Schwanenkreisel und führt die Allee an der Oberen Bahnhofstrasse entlang bis zur Liegenschaft Derby und zieht sich in westliche Richtung über den Bahnhofplatz weiter bis zum neuen Bahnhof der FWB. Die Allee wird vor dem Schulhaus zu einer offenen, chaussierten Promenade. Auf der Ostseite, wo sich unter anderem die Migros befindet, gibt es eine dritte Baumreihe, um vor den Geschäften einen angenehmen und komfortablen Trottoirbereich etablieren zu können. Die heutige Fahrbahn wird dazu etwas nach Westen verlagert. Die Zufahrt der Busse erfolgt über die Obere und Untere Bahnhofstrasse.

Hinweis
Alle Projekte, die der Jury zur Auswahl standen, können vom 5. bis 12. Mai im ehemaligen Feuerwehrdepot «Turm» besichtigt werden.

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