WIL: «Botschafterin unserer Stadt»

Was die Einwohnerzahl betreffe, könne Wil nicht mit den grossen Städten der Schweiz mithalten, sagt Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Aber mit Karin Keller-Sutter bekleide eine Wilerin eines der höchsten politischen Ämter.

Susanne Hartmann
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Karin Keller-Sutter mit Ehemann Morten in Wil (2010), als St. Galler Regierungsrätin (2002), mit den Parteikolleginnen Erika Forster und Marianne Kleiner (1999), mit Regierungskollege und Willi Haag der Mannschaft des FC Wil nach dem Cupsieg im Jahr 2004 (von oben links im Uhrzeigersinn). (Bilder: Urs Bucher, Michel Canonica, Ralph Ribi, PD)

Karin Keller-Sutter mit Ehemann Morten in Wil (2010), als St. Galler Regierungsrätin (2002), mit den Parteikolleginnen Erika Forster und Marianne Kleiner (1999), mit Regierungskollege und Willi Haag der Mannschaft des FC Wil nach dem Cupsieg im Jahr 2004 (von oben links im Uhrzeigersinn). (Bilder: Urs Bucher, Michel Canonica, Ralph Ribi, PD)

Susanne Hartmann

Der Text des Wiler Lieds «Mis Städtli» aus der Feder von Rudolf Völkle bringt es – wenn auch vielleicht nicht ganz objektiv – auf den Punkt: «S’git schöni Länder, grossi Städt und Dörfer chli gar vil; doch s’liebsti Städtli uf de Welt, das isch mis Städtli Wil.» Objektiver ist da die jährlich vom Schweizerischen Städteverband und vom Bundesamt für Statistik veröffentlichte Statistik der Schweizer Städte. Darin sind Zahlen zu insgesamt 172 Städten aufgeführt – unter ihnen auch Wil. Als drittgrösste Stadt im Kanton St. Gallen rangiert Wil gemessen an der Einwohnerzahl – per Stichtag 31. Dezember 2016 waren es knapp 23750 Personen – gesamtschweizerisch auf Position 32.

Statistisch ist die Stadt Wil also nicht gänzlich unbedeutend, wobei die Spitzenreiter mit 100000 bis knapp 400000 Einwohnerinnen und Einwohnern natürlich in einer ganz anderen Liga spielen. In einer anderen Statistik ist Wil aber ganz vorne mit dabei: In der Schweiz leben rund 8,4 Millionen Menschen – und nur gerade 46 von ihnen sind Mitglieder des Ständerats, der kleinen Parlamentskammer. Eine von ihnen und notabene für das Amtsjahr 2017/18 gar Präsidentin des Ständerats ist die Wilerin Karin Keller Sutter – da können andere, weitaus grössere Städte nicht mithalten. Karin Keller-Sutter wurde in Wil geboren, sie ist hier aufgewachsen und heute immer noch hier wohnhaft, mithin in unserer schönen Stadt fest verwurzelt und tief verbunden – wir Wilerinnen und Wiler dürfen also getrost von «unserer Ständeratspräsidentin» reden. Hier in Wil hat sie denn auch ihre ersten Schritte auf dem politischen Parkett gemacht: Von 1992 bis 2000 war sie Mitglied im Wiler Stadtparlament, welchem sie 1997 als Präsidentin vorstand. Diese ersten Schritte waren der Auftakt zu einem langen, erfolgreichen politischen Weg von der kommunalen über die kantonale bis zur nationalen Ebene. Als lösungsorientierte, gradlinige und zielstrebige, dabei stets aber faire, gesprächsbereite und offene Politikerin hat sie sich einen Namen gemacht und über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung gewonnen. All das sind Eigenschaften, die im «Stöckli» ebenfalls zum Tragen kommen.

Natürlich vertritt Karin Keller-Sutter als Ständerätin den ganzen Stand, nicht nur die Stadt Wil – in Bundesbern können in diesem Rahmen kaum punktuelle, sprich kommunale Interessen eingebracht werden. Und doch: Mit ihrem Engagement als Ständerätin und jetzt als Ständeratspräsidentin repräsentiert Karin Keller-Sutter immer auch ihre Heimat, ihren Herkunftsort Wil und ist im besten Sinne des Wortes Botschafterin unserer Stadt.

Wil ist ein guter politischer Nährboden

Karin Keller-Sutter trägt nicht nur ihren eigenen Namen, sondern immer auch den Namen der Stadt Wil in die Schweiz hinaus und beweist damit immer wieder aufs Neue: Wil ist ein guter politischer Nährboden, ja Wil ist eine veritable Politikstadt mit einer interessierten Bevölkerung, mit umtriebigen Parteien sowie einem aktiven Stadtparlament und einem engagierten Stadtrat. Das Ständeratspräsidium von Karin Keller-Sutter setzt alle dem nun die Krone auf. In diesem Sinne: Geschätzte Karin Keller-Sutter – danke für dein politisches Werken und Wirken.

Hinweis

Susanne Hartmann ist Stadtpräsidentin von Wil.