WIL: Bewegung im «Heiligen Grab»

Nach über 15 Jahren übergibt Margrit Bron die Führung des Restaurants Falkenburg in der Wiler Altstadt in jüngere Hände. Die neue Gastgeberin Margot Spiller will an der uhrigen Gaststube grundsätzlich nichts verändern.

Simon Dudle
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Nach eineinhalb Jahrzehnten in der «Falkenburg», übergibt Margrit Bron (links) die Geschicke bald an Margot Spiller. (Bild: Simon Dudle)

Nach eineinhalb Jahrzehnten in der «Falkenburg», übergibt Margrit Bron (links) die Geschicke bald an Margot Spiller. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Margrit Bron konnte die Tränen nicht unterdrücken, als sie am gestrigen Medientermin zur Übergabe der «Falkenburg» auf die vergangenen 15 Jahre zurückblickte. Diese sympathische Geste zeigte, wie viel Herzblut sie in das Restaurant gesteckt hat. «Es ist ein Bijou, ein Traum. Die 15 Jahre sind wie im Flug vergangen. Ich habe nur schöne Erinnerungen. Das andere vergisst man», sagte die sichtlich gerührte Bron. Höhepunkte seien die Verdi-Festspiele in der Altstadt gewesen. Aber auch sonst gab es immer wieder spezielle Anlässe in der «Falkenburg», zum Beispiel einen Wiener- oder einen Märchenabend. Die Fastnacht wurde jedes Jahr gefeiert, wenn auch nicht als dekorierte Beiz.

Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, um die wohlverdiente Pension anzutreten. Bereits vor einem Jahr hatte Margrit Bron der katholischen Kirchgemeinde Wil, welche seit 1995 Inhaberin der Liegenschaft ist, diesen Wunsch mitgeteilt. Zwischen dem 21. und dem 23. Dezember wird mit drei Überraschungsabenden eine kleine Ära ausklingen lassen.

Lebenspartner hilft in der Administration

Das «Heilige Grab», wie die Gaststube im Volksmund genannt wird, bleibt danach für gut drei Wochen geschlossen. Der grosse Umbau, wie nach der Übernahme 1995, bleibt aber aus. Die neue Gastgeberin, Margot Spiller aus Elgg, sagt, dass sie «nicht viel ändern» werde. Sie bietet ab dem 16. Januar vorab Schweizer Küche an. «Ich werde kein Vegi-Restaurant aus der «Falkenburg» machen, aber etwa zwei vegetarische Gerichte zusätzlich aufnehmen», sagt die knapp 52-Jährige, welche die «Schloss-Schenke» in Elgg geführt hat, und in der Zürcher Gemeinde wohnen bleibt. Spiller ist gelernter Koch. Für sie ist Wil kein Neuland, da sie früher in einem Äbtestädter Bioladen gearbeitet hat und ihr Sohn in Wil zur Schule ging. Unterstützt wird sie von ihrem Lebenspartner Reto Abderhalden, der im administrativen Bereich wirken wird. Das Restaurant bleibt weiter jeweils am Sonntag und Montag zu.

Ehemalige «Harmonie» wird umgebaut

Die katholische Kirchgemeinde Wil ist im Besitz von zwei gastronomischen Betrieben. Neben dem «Heiligen Grab» ist es das Restaurant «Pilgerhaus» in Maria Dreibrunnen.

Vor einem Umbau steht das Gebäude direkt neben der Kirche St. Nikolaus in der Wiler Altstadt, in welchem sich früher das Restaurant «Harmonie» befand. Es ist auch im Besitz der katholischen Kirchgemeinde Wil. Zuletzt wurde darin ein Architekturbüro geführt. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Derzeit läuft die Detailplanung für den Umbau. Wie das Haus künftig genutzt wird, ist offen.

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