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Wil betreibt Politik der Verhinderung

«Kein Platz für den Fernbus», Ausgabe vom 24. Oktober
Erwin Böhi, Wil, Stadtparlamentarier

Vor kurzem hat der Bundesrat beschlossen, dass auch in der Schweiz Linienbusse nach Fahrplan zwischen den Städten verkehren dürfen. Bisher war das untersagt. Hauptsächlich, um das Transportmonopol der SBB zu schützen. Das Aufkommen der deutschen Fernbuslinien, die auch in die Schweiz fahren, hat dazu beigetragen, dass der Bundesrat eine Marktöffnung im Fernverkehr zulässt, wenn auch nur unter gewissen Bedingungen. Nun suchen die interessierten Busunternehmen Haltestellen in den Städten, die sie regelmässig bedienen können, so auch in Wil. Der Stadtrat hat aber entschieden, dass die Fernbusse bei uns nicht erwünscht sind. Sie dürfen den bereits heute von Carunternehmen benutzten Ein- und Aussteigeplatz beim Konstanzerhof nicht nutzen, und auch ein Testbetrieb wird verboten.

Der Stadtrat spricht ständig davon, wie wichtig ihm die Standortattraktivität sei, und er hat sich letztes Jahr zu Recht mittels einer Petition bei den SBB gegen den Abbau der Zugverbindungen gewehrt. Plötzlich schlägt er sich aber auf die Seite derjenigen, die aus Wil am liebsten ein Biotop machen würden. Dazu passt auch, dass er sich mit keinem Wort dagegen gewehrt hat, als die Mehrheit des Stadtparlaments vor einigen Monaten im Grundsatz beschlossen hat, ein absolutes Park- und damit Fahrverbot in der Altstadt einzuführen. Damit ist das Schicksal der wenigen verbliebenen Läden in der Altstadt wohl besiegelt, und auch die Gastronomiebetriebe werden darunter leiden.

Gemäss den Plänen der SBB ist Wil weit unten auf ihrer Prioritätenliste, und wir sind soweit, dass wir bereits froh sein müssen, wenn wir die bestehenden Verbindungen behalten können. Somit ist es wichtig, dass es auch beim Fernverkehr Alternativen zum Zug gibt. Der Stadtrat sollte alles tun, um das zu gewährleisten, anstatt Verhinderungspolitik zu betreiben.

Erwin Böhi, Wil, Stadtparlamentarier

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