WIL: Bekannte Grössen, spannende Neuentdeckungen

Am 27. Oktober beginnt die 38. Spielsaison im Chällertheater an der Marktgasse. Im Gewölbekeller des Baronenhauses wird Neues und Witziges aus der Kabarett- und Kleinkunstszene präsentiert.

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Das Chällertheater-Team mit Silvia Berlinger, Matthias Brenner und Christa Elser hat für die neue Saison ein Programm mit bekannten Grössen und mit spannenden Neuentdeckungen zusammengestellt. Zum Start am 27. Oktober erklingen Saitentöne zur «Solostunde» von einem ­Musiker auf zehn Instrumenten. Max Lässer spielt Mandoline, Lauda, Dobro, Lap Steels und Gitarren aller Art. Sein Rückblick auf 40 Jahre wird zur Gesamtschau: 90 Minuten Musik für Herz und Ohr. Ein Wiedersehen mit dem Kabarettduo Strohmann-Kauz aus Baden gibt es am 10. November. «Milchbüechlirechnig» heisst ihr neues Programm. Grosse alte Themen begegnen Altersweisheiten im vermeintlich letzten Abenteuer. Ein aufmüpfiges Rentnerduo, der griesgrämige Heinz und der frohgemute Ruedi, rechnen nicht mehr mit viel, umso genüsslicher rechnen sie ab.

Das «Optimum» verspricht Anet Corti am 24. November. Was wir wollen, ist im Minimum das Maximum, und Mittelmass macht keinen Spass, ist ihr Credo. Frühfördern, aufspritzen, akademisieren, politisch korrekt und glutenfrei sind ihre Stichworte, um sich selbst zu optimieren.

Die zweite Saisonhälfte startet am 2. Februar mit dem Berner Endo Anaconda. Der scharfzüngige Kolumnist nimmt uns auf seine «Sofareisen» mit. Milieustudien voller vermeintlicher Absurditäten, die aber unter der Lupe gesehen der Wahrheit entsprechen. Eine Neuentdeckung ist Renato Kaiser mit seinen Poetry Slam Texten mit feinem Sinn für Komik. «In der Kommentarspalte» balanciert er am 16. Februar zwischen Vernunft und Wahnsinn, zwischen Ernst und Witz, ohne dabei je den Halt oder die Haltung zu verlieren. Am 9. März gibt es ein Wiedersehen mit Helge und das Udo. «Läuft» heisst das 6. Programm des zungenfertigen Kielers und des ganzkörperkomischen Schwaben mit ihrer eigenen Mischung aus Anspruch und Unfug, aus Handwerk und Blödsinn, aus Anarchie und Präzision. Am Freitag, 23. März, gastiert Pippo Pollina im Wiler Chällertheater. Nach 22 Alben und Tausenden Konzerten tritt der italienische Liedermacher mit einem Soloprogramm auf kleinen Bühnen auf. Melodien und Harmonien fast ganz solo, begleitet nur von drei jungen Sängerinnen aus Sizilien.

Zum Saisonschluss am 6. April erwartet das Publikum ein literarisch volksfreches und abgründiges Schmankl aus Bayern. Der experimentierfreudige Lyriker Josef Brustmann erzählt und musiziert mit dem bayrisch-sumatra­nischen Multiinstrumentalisten Ardhi Engl. In «Liebe – Leben – Tod + Teufel» blühen die buntesten Gewächse.

Vorverkauf ist jeweils zwei Wochen vor Aufführungsdatum bei Brenner Licht an der Grabenstrasse 18 in Wil oder unter Telefon 071 912 20 85. Die Abendkasse ist jeweils ab 19.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.chällertheater.ch. (pd)