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WIL: Beginn der Vernehmlassung

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, den Bildungsplatz Wil zu stärken und für die Herausforderungen der Zukunft richtig aufzustellen. Als Grundlage dazu dient das Projekt «Schule 2020».
Das Projekt «Schule 2020» ist auch für die derzeit noch reine Mädchenschule St. Katharina zukunftsweisend. (Bild: Olivia Hug (13. Februar 2014))

Das Projekt «Schule 2020» ist auch für die derzeit noch reine Mädchenschule St. Katharina zukunftsweisend. (Bild: Olivia Hug (13. Februar 2014))

Konkret geht es in diesem Projekt um drei Bereiche: Erstens werden übergeordnete pädagogische Zielsetzungen definiert sowie Visionen und Strategien für die Schulen der Stadt Wil festgelegt, um den Herausforderungen bei der Beschulung der Wiler Kinder und Jugendlichen auch in Zukunft begegnen zu können. Zweitens werden eine Schul- und Schulraumplanung entwickelt, um den Schulraum in Bezug auf die Entwicklung der Schülerzah-len, die pädagogischen Anforderungen und die bautechnischen Erfordernisse bereitstellen zu können. Und nicht zuletzt wird drittens eine künftige Oberstufenstruktur erarbeitet.

Aktuell betreibt die Stadt Wil die drei städtischen Oberstufenschulen Bronschhofen, Lindenhof und Sonnenhof. Dazu kommt die von der gleichnamigen Stiftung geführte Schule St. Katharina, welche zusätzlich Sekundarschulmädchen beschult.

Rahmenbedingungen erarbeitet

In diesem dritten Themenbereich der zukünftigen Beschulung der Wiler Jugendlichen in der Oberstufe hat sich in den vergangenen Monaten eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen der Stadt und der Stiftung im Auftrag des Lenkungsausschusses zu mehreren Gesprächen getroffen. Sowohl die Stadt Wil als auch die Stiftung Schule St. Katharina haben vorgängig für sich Oberstufen-Rahmenbedingungen erarbeitet. Diese zeigen die jeweiligen Standpunkte zu Themen wie Sicherstellung der Koedukation, Oberstufengrössen und Anteil Schülerinnen und Schüler sowie Schul- und Qualitätsentwicklung auf.

Auf der Basis einer fundierten Schülerzahlen-Prognose für die Sekundar- und Realklassen wurden sodann verschiedene Oberstufenstrukturmodelle ausgearbeitet und diskutiert. Die einzelnen Modelle unterschieden sich vor allem in der Anzahl der geführten Oberstufen, der Grösse der Oberstufen mit Blick auf pädagogische, betriebliche und finanzielle Aspekte, dem Anteil Mädchen und Knaben in den öffentlichen Oberstufen sowie mit der Fragestellung, ob die Schule St. Katharina weiterhin im Auftrag der Stadt Wiler Jugendliche beschult oder nicht. Diesbezüglich wurden Varianten mit der ausschliesslichen Beschulung von Mädchen in der Schule St. Katharina besprochen, aber auch mit der seedukativen Beschulung von Knaben.

Erste Vorauswahl von fünf Modellen

Aus der gesamten Vielfalt und Breite an diskutierten Modellen hat die Arbeitsgruppe dem städtischen Lenkungsausschuss des Projektes «Schule 2020», in dem auch die Projektleitung und die Stiftung Schule St. Katharina beratend vertreten sind, verschiedene Varianten vorgelegt. Der Stadtrat hat jetzt auf Antrag des Lenkungsausschusses fünf Modelle für eine erste Diskussion ausgeschieden.

Es liege in der Natur der Sache, dass in dieser Fünfer-Auswahl auch Modelle enthalten seien, die nicht zwingend von beiden Seiten gleichermassen gesehen werden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt. Um aber eine möglichst grosse Ergebnisoffenheit des Prozesses gewährleisten zu können, sollen auch kontroverse Modelle diskutiert werden können: Die ausgewählten fünf Modelle werden jetzt verschiedenen Anspruchsgruppen für eine Stellungnahme vorgelegt.

Hierzu eingeladen wurde insbesondere die politische Begleitgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aller Parteien und Fraktionen, des Arbeitgeberverbandes, des Gewerbevereins, der Elternvereinigung Wiler Schulen ElWiS und der Lehrpersonen-Delegiertenversammlung. Dieser Gruppe wurden die Modelle im Rahmen einer Sitzung präsentiert. Ebenfalls zu einer Stellungnahme eingeladen werden der Schulrat, die Schulleitungskonferenz und die Oberstufen-Lehrpersonen.

Modelle mit Inputs weiterbearbeiten

In dieser Phase wird primär nachgefragt, welche Oberstufenmodelle sich die verschiedenen Anspruchsgruppen vorstellen können. Dies ohne dass die Stadt Wil oder die Stiftung Schule St. Katharina ihrerseits bereits explizit dazu Stellung nehmen. Die Stellungnahmen werden anschliessend analysiert, um die Modelle mit diesen Inputs weiterbearbeiten und die Modellauswahl eingrenzen zu können.

Die verkleinerte Auswahl dient sodann als Basis für die detaillierte Ausarbeitung und Planung sowie für die konkrete Schulraumplanung. (sk)

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