WIL: Begegnungen auf dem Pilgerweg

Im Spital Wil sind zurzeit Aquarelle des Thurgauers Hannes Stricker ausgestellt.

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Noch bis Ende April sind im Spital Wil Aquarelle vom Pilgerweg in der Schweiz, Frankreich (chemin de Saint Jacques) und von Spanien (camino de Santiago) zu sehen. Zweimal in Etappen und einmal am Stück ist der Thurgauer Hannes Stricker den «Weg der Freude» gegangen. Treue Begleiter waren sein Aquarellblock, der Malkasten und ein Fläschchen mit Wasser im Rucksack.

Unterwegs hat er jeweils am Morgen früh oder am Nachmittag gemalt und dabei schöne Begegnungen erlebt. Die schönsten Werke sind zurzeit im Spital Wil ausgestellt – im Korridor südlich des neuen Eingangbereiches, im darunter liegenden Korridor sowie im Restaurant. In der Spitalkapelle ist ein grossformatiges Tagebuch seiner Wanderungen zu sehen. Alle zwei Wochen wird dieses ausgewechselt durch ein Nachfolger-Bilderbuch, in dem Fotos und weitere Aquarelle zu sehen sind.

Von Hand gestaltete Wanderbüchlein

Zu Beginn der Ausstellung können die Besucher schmökern in den verschiedenen Wanderbüchlein, die Hannes Stricker seit seiner Pensionierung von Hand gestaltet hat. Wer den Weg vom Spitaleingang bis zum Restaurant hinunter zu Fuss zurücklegt, bekommt einen Eindruck, welche Sehenswürdigkeiten man entdecken kann zwischen Bodensee und Atlantischem Ozean (ca. 2300 Kilometer). Vielleicht regt die Ausstellung auch dazu an, selbst einmal ein Stück des schönen Weges, der in Frankreich und Spanien zum Weltkulturerbe gehört, zu gehen; nach dem Motto: «Wenn nichts mehr geht, dann geh.» Pilgern bedeutet ja: Mit den Füssen beten. (pd)