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WIL: Authentisch und ausdrucksstark

«I’ll be Around» – verspricht Philipp Fankhauser auf seinem neuesten Album. Und tatsächlich erlebte das Publikum am Freitagabend im Stadtsaal einen charismatischen Auftritt des Schweizer Musikers.
Christof Lampart
Philipp Fankhauser und seine Band verstanden es, ein Konzert darzubieten, das massentauglich war, ohne Mainstream zu sein. (Bild: Christof Lampart)

Philipp Fankhauser und seine Band verstanden es, ein Konzert darzubieten, das massentauglich war, ohne Mainstream zu sein. (Bild: Christof Lampart)

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Philipp Fankhauser ist jemand, das spürt man, der mit sich im Reinen und generell zufrieden ist. Er hat Erfolg, seine Alben landen regelmässig in den Charts und seine TV-Präsenz tut das Übrige, um hierzulande Musikbegeisterte auch dann in eines seiner Konzerte zu locken, wenn sie sich selbst nicht als typische Blues-Liebhaber bezeichnen würden. Da verwunderte es den Blues-Barden doch ein wenig, dass gerade in «seinem» Konzert zu Beginn (und auch für den Rest des Abends) in der ersten Reihe sechs Plätze frei blieben.

Das nervte ihn – schliesslich blickt man als Sänger nicht gerne auf leere Plätze. Am Ende hatten jedoch jene mehr verpasst, die nicht gekommen waren, denn ein Konzert dieses gereiften Entertainers, das zeigte sich von den ersten Takten an, ist und bleibt ein lohnenswertes Erlebnis.

Über 2000 Auftritte in 30 Jahren

Denn Philipp Fankhauser präsentiert sich als Musiker, der es versteht, seine eigenen und die gecoverten Lieder mit neuen stilistischen Facetten zu bereichern. Er belohnt sein Publikum mit Anspruchsvollem, was nach Unterhaltung klingt. Was will man mehr? Wirklicher Herzschmerz-Blues ist ihm bei seinen Auftritten fremd. Dafür mag seine eigene Bio doch ein wenig zu gewöhnlich, die überaus charismatische Stimme doch ein wenig zu brüchig klingen. Und doch ist den Songs seines neuesten Albums «I’ll be around»– welches übrigens in den legendären Malaco Studios in Jackson, Mississipi, aufgenommen wurde -, anzumerken, dass sie das Resultat eines Künstlerlebens sind, das aus über 2000 Auftritten in 30 Jahren besteht. Da verströmen selbst seine sanften Balladen keinen Hauch von Gefühlsduselei, sondern kommen als melodiöser, aber nicht besserwisserischer Erfahrungsschatz eines Mannes daher, der einfach weiss, wovon er singt. Fankhauser verströmt Authentizität und wirkt zugleich vom ersten bis zum letzten Augenblick tiefenentspannt.

Ganze Bandbreite dargeboten

Im Wiler Stadtsaal trat Philipp Fankhauser mit grosser Band auf, denn nebst Mitstreitern wie Marco Jencarelli, (Gitarre), Hendrix Ackle, (Hammondorgel und Klavier), Angus Thomas (Bass) und Richard Spooner (Schlagzeug) ergänzten noch zwei Saxophonisten, ein Trompeter und drei «Backing Vocals» (zwei Frauen, ein Mann) die Band, die mehr wie ein kleines Orchester daherkam. Dementsprechend satt, farbig und ausdrucksstark war denn auch der ziemlich funkige Bluesklang, welcher abwechslungsweise mal alt, mal modern klang. Auch das eine oder andere poppige Arrangement bereicherte mehr, denn das es störte.

Kein Wunder kam am Freitagabend auch das anfangs noch ein wenig zurückhaltende Wiler Publikum gegen Ende immer mehr aus seiner Reserve und umjubelte den Auftritt. Und zwar völlig zu Recht.

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