WIL: Auf einem gemeinsamen Pfad

Die Volkshochschule Wil wurde vor einem halben Jahrhundert ins Leben gerufen. Nun wird die Software der Administration umgestellt und aktualisiert. Es gibt seit kurzem eine Zusammenarbeit mit der Stadt Wil.

Carola Nadler
Drucken
Teilen
Die Volkshochschule Wil ist seit kurzem mit der Stadt Wil vernetzt. (Bild: Nana do Carmo)

Die Volkshochschule Wil ist seit kurzem mit der Stadt Wil vernetzt. (Bild: Nana do Carmo)

Carola Nadler

redaktion@wilerzeitung.ch

Im 2. Stock des Hof zu Wil ist die Zeit stehen geblieben: Ein unebener Beton-Gussboden, vernarbte Holztüren sind mit alten Truhen zugestellt, Kabel winden sind über die Wände wie in südlichen Ländern. Die dritte und abschliessende Sanierungsphase des Hofes zu Wil ist aber bereits in der Planungsphase.

«Der Hof ist wie eine kleine Stadt gewachsen», heisst es in der Ausschreibung zu dieser Bauetappe. In einer Stadt treffen Menschen mit verschiedensten Interessen und Anliegen zusammen. So gesehen ist der Hof die ideale Heimat für die Volkshochschule (VHS) Wil. Deren Anliegen ist nicht nur das Durchführen von kulturhistorischen Vorträgen oder sprachlichen Kursen. «Wir freuen uns, wenn Menschen Dank der VHS Wil neue Erfahrungen machen und Kontakte knüpfen können», sagt Daniel Schönenberger, Leiter der Volkshochschule Wil.

Auch die VHS brauchte eine Renovierung: Die Administrationssoftware lag sozusagen in den letzten Zügen. Die Access-Programmierung lief nur noch auf einem Windows XP-System – und auch das nur noch mit Einschränkungen. Microsoft hat den Support für dieses Betriebssystem längst eingestellt. Heutzutage wird mit Datenbanken gearbeitet. Mit «Clouds», virtuelle Speicherplätze im digitalen Nirwana. Wo die Kursverwaltung der VHS bisher von einem stationären Rechner aus getätigt wurde, ermöglicht jetzt eine solche «Cloud» den Zugriff auf die Daten von überall her.

Arbeiten von zu Hause aus

Um mit einer Datenbank arbeiten zu können, braucht es einen Server. Dazu arbeitet die Stiftung VHS Wil nun mit dem Informatikdienst der Stadt Wil zusammen. Die Installation und Wartung der neuen Administrationssoftware wird von diesem Dienst vorgenommen, der Schulleitung bleibt «nur noch» die Bewirtschaftung der Daten.

Doch gerade im Datenbank- ­und Serverumfeld ist es erforder­lich, zahlreiche Einstellungen vorzunehmen. «Wir von den städtischen Informatik-Diensten IDW freuen uns, dass wir die Volkshochschule Wil seit Mai zu ­unserem Kundenkreis zählen dürfen. Dank unserer Infrastruktur ­kann die VHS-Administration im Home­office erledigt werden», sagt Kurt Hanselmann, Leiter der Informatik-Dienste.

Aktuell rauchen noch die Köpfe. Will man die neue Administration mit der bisherigen vergleichen, könnte man einen Vergleich zwischen einem Spiegelei und einem Viergang-Menü bemühen. «Wir sind auf dem Weg in die Zukunft», sagt Schö­nenberger. Dazu gehört auch, Impulse aus der Gesellschaft ­aufzunehmen. So wird im neu­en Programm das Bearbeiten, Schneiden und Präsentieren von Handyfilmen angeboten.