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WIL: Auf bunte Art und Weise gefeiert

Das Solidaritätsnetz Wil-Hinterthurgau begleitet und betreut Asylsuchende aus verschiedenen Kontinenten. Nach dem Deutschunterricht waren die Schülerinnen und Schüler zu einer Weihnachtsfeier eingeladen.
Roland P. Poschung
Über 120 Asylsuchende nahmen an der Weihnachtsfeier im evangelischen Kirchgemeindehaus in Wil teil. (Bild: Roland P. Poschung)

Über 120 Asylsuchende nahmen an der Weihnachtsfeier im evangelischen Kirchgemeindehaus in Wil teil. (Bild: Roland P. Poschung)

Roland P. Poschung

redaktion@wilerzeitung.ch

Die Evangelische Kirchgemeinde Wil war mit Pfarrer Christoph Casty eine offenherzige Gastgeberin. Alle, Gross und Klein, waren willkommen, um die Ankunft Christi auf ihre Art und Weise zu feiern. Bunt wurde die Feier vom Freitag durch die landestypischen Bekleidungen der Frauen. Überhaupt hatten sich viele Personen festlich angezogen und es herrschte eine friedliche und aufgeweckte Stimmung.

Sämtliche Religionen wurden von allen toleriert. Mit einem Essen – Hackfleisch mit Spätzli und Gemüse – sowie «Guzeli», wie ein Kind meinte, als Dessert, präsentierte sich das kulinarische Angebot. Hobby-Spitzenkoch Dieter Budin und sein Team legten ihr ganzes Können in die Pfannen; und für einen Moment schien es, dass es ganz ruhig wurde im Kirchgemeindesaal als, das Festmahl begann. Musik aus Eritrea, Tanz, Geschichten und Lieder sowie die Bellypinks, eine Bauchtanzgruppe mit Marietta Lindenmann, Franziska Zürcher und Cornelia Stadelmann, bereicherten das Fest.

Deutschunterricht und Mittagstisch

Das Solidaritätsnetz Wil-Hinterthurgau ist Teil des Ostschweizer Solidaritätsnetzes und bietet seit sechs Jahren Begleitung sowie Deutschunterricht mit Kinderhütedienst und Mittagstisch an. Sabine Bruni, Mitglied der Leitungsgruppe und zuständig für die Administration, sagt: «Wir setzen uns ein für eine gute Beratung und Integration der Asylsuchenden. Aktuell sind 40 Personen freiwillig tätig. Weitere Helferinnen und Helfer für Küche, Kinderhüte, Beratung, Schule oder im kulturellen Bereich sind bei mir oder über Pfarrer Christoph Casty willkommen.» Finanziert werden die Aktivitäten durch die evangelische und katholische Kirche und ihre Kollekten sowie über Spenden.

Vor dem Weihnachtsfest besuchten die Gäste den freiwilligen Deutschunterricht, der vom «internationalen Teilnehmerfeld» sehr geschätzt wird. In Begleitung von Sabine Bruni durfte die «Wiler Zeitung» einen Besuch in den Klassenräumen machen. «Die Asylsuchenden sind in unterschiedlichen Klassen eingeteilt und sehr motiviert. Für unser Angebot und speziell für den Deutschunterricht brauchen wir keine Werbung zu machen, die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert schon seit Jahren bestens», sagt Sabine Bruni. Die Asylanten haben unterschiedliche Aufenthaltsbewilligungen, dennoch sind sie froh, in der Schweiz leben, lernen und arbeiten zu dürfen.

Auflockerung mit gymnastischen Übungen

Wiborada Meile-Gantner und ­Verena Gysling gestalten ihren Deutschunterricht lebhaft. Gymnastischen Übungen zum Wachwerden oder zur Auflockerung werden situativ eingebaut. Die Beziehungen sind herzlich. Die Schüler sind hochkonzentriert bei den alltäglichen Themen. Sogar der Winterdienst wird erklärt.

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