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WIL: Am Ende siegen Wahrheit und Liebe

In der Oper «Die Regimentstochter» von Gaetano Donizetti gelang es dem Musiktheater Wil bei der Premiere, die Melodienfreudigkeit der italienischen Musik hervorzuzaubern. Eine künstlerische Leistung auf hohem Niveau.
Roland P. Poschung
Die Wilerin Nicole Bosshard singt in «Die Regimentstochter» die Partie der Marie – hier mit Daniel Reumüller als Sulpice. (Bild: Carola Nadler)

Die Wilerin Nicole Bosshard singt in «Die Regimentstochter» die Partie der Marie – hier mit Daniel Reumüller als Sulpice. (Bild: Carola Nadler)

Roland P. Poschung

redaktion@wilerzeitung.ch

Die komische Oper dreht sich um Marie (Doppelbesetzung durch Nicole Bosshard und Flurina Ruoss), die unter einem Regiment von 1500 «Vater»-Soldaten gross wird und ihre Liebenswürdigkeit als Waffe einsetzt. Im Zentrum des Geschehens steht die Liebesgeschichte, nicht zuletzt ein Abbild für Frieden, mit Tonio (Remy Burnens und Christoph Waltle). Die Premiere gestalteten Nicole Bosshard («Heiraten ist für mich kein Thema») und Remy Burnens («Nach den langen Proben geht es endlich los») in grosser Spielfreude. Fast wie ein Anker im Stück war Daniel Reumiller als Sulpiz.

Laien und Profis in Aktion

Das Stück von Gaetano Donizetti (1797 – 1848) hatte 1840 in Paris Premiere und strahlt eine französische Eleganz aus. Lange Zeit blieb dann die Oper unberührt, erst jüngst wurde sie neu inszeniert. Die Premiere in Wil begeisterte durch das herrliche Zusammenspiel von Laien und Profis. Die Gesamtleistung, angefangen vom (Torten-)Bühnenbild, über die bunten Kostüme, knalligen Frisuren bis hin zur hervorragenden Präsenz von Musik und Schauspiel, alle diese Faktoren verdienen fabelhafte Noten.

Wie bereits 2015 bei «Traviata» sind Kurt Pius Koller für die musikalische Leitung und die Baslerin Regina Heer für die Regie zuständig. Beide setzen erneut wertvolle Akzente. Ein schlankes und flüssiges Musiktheater mit Elementen aus Folklore, Komik und Witz begeisterte das Publikum.

Nicht umsonst nimmt das Musiktheater Wil einen wichtigen Stellenwert in der aktuellen Bekanntmachung dieses Werkes ein. Dieser Verein wurde 1866 als Theatergesellschaft Wil gegründet und im Jahre 2011 in Musiktheater Wil umbenannt. «In der Regel wird alle drei Jahre ein Werk aus den Bereichen Oper, Operette oder Musical aufgeführt. Das Musiktheater Wil besteht aus den drei Vereinen: dam Männerchor Concordia, dem Sinfonischen Orchester und dem Chor zu St. Nikolaus sowie aus freien Mitgliedern», sagte Eugen Weibel, Präsident des Vereins.

Bei der Premiere erlebte die ausverkaufte Tonhalle die Bestätigung: Qualität auf allen Ebenen. Auch die Vision des Vereins setzt hochgesteckte Ziele: «Das Musiktheater Wil will eine der innovativsten Musik-Liebhaberbühnen der Schweiz sein und sich auf die Aufführung von Literatur aus Operette, Oper und Musical konzentrieren, die auf einem hohen künstlerischen Niveau mit möglichst vielen Amateurdarstellern aus Stadt und Region Wil realisierbar sind.»

Als Präsident amtet Eugen Weibel, Katrin Meyerhans ist Vizepräsidentin und Heinz Felix verantwortet die Finanzen. Neben dem Vorstand ist dem Ensemble, Regina Heer (Regie) sowie Kurt Pius Koller (Musikleiter) ein Lob zu widmen. Feinheiten, speziell im Libretto, und weitere Amüsements, erlebbar in der farbenfrohen und witzigen Szenerie, lassen ein verzwickte Liebesabenteuer – schliesslich mit einem Happy End – erleben.

Vorverkauf: musiktheaterwil.ch

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