WIL: Alles einen Tick schneller, als man es in Wil gewohnt ist

Von Freitag bis gestern Sonntag wurde bei Weltklasse-Eishockey im Bergholz Spitzeneishockey mit dem EV Zug, dem EHC Kloten, der Düsseldorfer EG und Vitkovice aus Tschechien zelebriert. Die jeweils rund 500 Zuschauer hatten ihr Kommen nicht zu bereuen.

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Der Helm ist schon einmal im Tor. Die Tschechen waren gegen Kloten im ersten Drittel klar dominierend. (Bild: Urs Nobel)

Der Helm ist schon einmal im Tor. Die Tschechen waren gegen Kloten im ersten Drittel klar dominierend. (Bild: Urs Nobel)

Düsseldorf besiegte im ersten Spiel des Turniers den EHC Kloten mit 3:1. «Die Deutschen sind in ihrer Vorbereitung deutlich weiter als die Schweizer», attestierte einer der zahlreich anwesenden Hockey-Journalisten der Düsseldorfer EG. Diese Aussage widerlegte einen Tag später der EV Zug. Der Schweizer Vizemeister schickte am Samstag die Deutschen mit einer 5:0-Packung vom Eis. Der Journalist sollte am Samstag aber trotzdem wieder recht bekommen mit seiner Einschätzung nach dem ersten Spiel. Mindestens, was die ersten 20 Minuten anbelangte. Der EHC Kloten stand im ersten Drittel der Partie gegen Vitkovice meist nur mit dem Rücken zur Wand und war mit dem 0:2 noch gut bedient. Zweimal ein 2:1-Drittelresultat führte dann aber noch zur Entscheidung im Penaltyschiessen. Erst in diesem behielten die Tschechen das bessere Ende für sich. Jene zuschauenden Zuger Spieler, welche die Klotener nach dem ersten Drittel noch als grottenschlecht bezeichnet hatten, mussten ihre Meinung im Verlauf der animierten Partie, in der alles viel schneller ging, als man dies in Wil gewohnt ist, ebenfalls revidieren.

EC-Wil-Vereinspräsident Daniel Kamber, der an vorderster Front mitarbeitete und seinen Beitrag zum Gelingen des Turniers beitrug, schätzte die Zuschauerzahlen auf rund 500 Personen pro Spiel und zeigte sich damit zufrieden. Erst eine Auslegeordnung nach den Spielen wird aber schlüssig aufzeigen, ob sich der grosse Aufwand des EC Wil gelohnt hat und ob man nächstes Jahr an eine Fortführung des Turniers denken will. Sicher ist, das Turnier war eine gelungene Veranstaltung und hat gluschtig auf die nächste Saison gemacht.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch