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WIL: Ärger über die «Sauhunde»

Auf Facebook nervt sich eine Kinogängerin über die Sauerei nach einer Vorstellung im «Cinewil». Die Kinobetreiberin kennt die Situation mit dem Littering und bleibt gelassen.
Sandro Zulian
Verschiedene Facebook-User kritisieren den Abfall, den Kinogänger nach einer Vorstellung hinterlassen. (Symbolbild: Getty)

Verschiedene Facebook-User kritisieren den Abfall, den Kinogänger nach einer Vorstellung hinterlassen. (Symbolbild: Getty)

Sandro Zulian

redaktion@wilerzeitung.ch

Regelmässige Kinogänger sind mit dem Anblick vertraut. Nach der Vorstellung liegen PET-Flaschen auf dem Boden, liegen gelassenes Popcorn ziert die Sitze, allenfalls klebt noch eine Cornetto-Verpackung im Getränkehalter. Einer Besucherin des «Cinewil» in Wil wurde das zu viel. Nachdem sie den Film «Maze Runner» gesehen hatte, schrieb sie auf Facebook: «Ich war wirklich entsetzt darüber, was für (entschuldigt den Ausdruck) Sauhunde ins Kino gehen!» Für die entnervte Kinobesucherin ist klar: Schlimmer wäre es nur, wenn die «Sauhunde» auch noch in den Kinosaal gekotzt und ihren Darminhalt hinterlassen hätten.

Der Post der Frau bekommt auf der Facebook-Seite «Du bisch vo Wil, wenn...» Zuspruch. «Furchtbar, so eine Sauerei», schreibt eine Frau aus der Region, die angibt, das Geschehene ebenfalls schon miterlebt zu haben. Doch auch die Kritik lässt nicht lange auf sich warten: «Ich unterstütze Dreck und Verschmutzung genauso wenig, wie alle anderen, aber bei diesen übertriebenen Snack- und Getränkepreisen kann sich das Kino bestimmt auch gutes Putzpersonal leisten.»

Die Preise sind zu überrissen

Sogar ein vermeintlicher Vertreter der kritisierten «Sauhunde» lässt sich unter den Kommentaren finden: «Solange ich für ein stilles Wasser fünf Franken bezahle, ist es mir egal, wenn es auch auf der Leinwand landet.» Gemessen an den Reaktionen auf Facebook, beschleicht einen das Gefühl, dass das Problem auch den Kinobetreibern zu schaffen macht. Doch Felicitas Zehnder, Geschäftsführerin des «Cinewil», hat sowohl für die «Sauhunde», wie auch für die Kommentare nur ein müdes Lächeln übrig: «Das war schon immer so», lässt sie sich zitieren. Je nach Film müsse sie mehr Zeit für die Reinigung einberechnen: «Wenn ‹Maze Runner› läuft, weiss ich, dass ich statt zwei zehn Minuten einrechnen muss. Massnahmen hat Felicitas Zehnder bereits getroffen. «Cinewil» zeigt weniger Filme, damit zwischendrin mehr Zeit für die Reinigung bleibt.

Jugendliche rausgeworfen

Für die Kritik an ihrer Preispolitik hat Zehnder einen Konter in petto: «Wir sind kein Kiosk. Wir bieten mehr.» Ein Kino könne nicht einfach Getränke zum Einkaufspreis anbieten. Davon abgesehen sei das «Cinewil» ohnehin das günstigste Kino in der Region. Für sie ist weniger der Dreck das Problem, sondern das Verhalten einiger Jugendlichen. «Mich dünkt es, als wären die Jungen heute einfach frecher als früher. Damals hatte man als 13-Jähriger mehr Respekt.» Die Geschäftsführerin des «Cinewil» musste dahin gehend auch schon durchgreifen. Eine Gruppe Jugendlicher habe die Füsse auf den Stuhllehnen abgelegt und lauthals in den Film hineingeredet. Nach ein, zwei freundlichen Warnungen musste Felicitas Zehnder ein Machtwort sprechen: «Ich habe das Licht angemacht, den Film gestoppt und die Jugendlichen rausgeworfen.»

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