Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WIL: Abwärtsspirale dreht sich immer schneller

Der FC Wil findet auch im kapitalen «Kellerduell» in Winterthur nicht in die Erfolgsspur. Nach der 0:2-Niederlage ist festzuhalten, dass die Äbtestädter bereits ein ganzes Meisterschaftsdrittel ohne Sieg sind. Eine Rekord-Negativserie ist das allerdings noch nicht.
Der Verzweiflung nahe: Auch Wils Brasilianer Zé Eduardo sündigte in Winterthur im Abschluss. (Bild: Gianluca Lombardi)

Der Verzweiflung nahe: Auch Wils Brasilianer Zé Eduardo sündigte in Winterthur im Abschluss. (Bild: Gianluca Lombardi)

«Das ist frustrierend. Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und uns acht gute Torchancen erarbeitet. Es ist ärgerlich, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück kurz nach dem Spiel auf der Winterthurer Schützenwiese. Der Deutsche hatte in den 90 Minuten zuvor eine ungewohnt distanzierte Perspektive inne gehabt, da er eine Sperre verbüsste und ihm vor und während der Partie der Kontakt zur Mannschaft untersagt war. Das bedeutete konkret, dass er vor der Abreise nach Winterthur in Wil zwar noch zum Team sprach, im Stadion aber weit oben auf der Haupttribüne Platz nahm. Am Spielfeldrand wurde er vornehmlich von Assistent Marco Grimm, langjähriger Weggefährte Fünfstücks, vertreten. Dieser bilanzierte hinterher: «Wir waren spielerisch und kämpferisch eine Klasse besser als Winterthur.»

Grimm musste aber auch festhalten, dass die entscheidenden Zweikämpfe verloren gegangen waren. Das zählte für den offensiven und defensiven Bereich. Defensiv stimmte in der neu formierten Abwehr die Zustimmung zu Beginn noch nicht, so dass der unlängst von den Wilern umgarnte Silvio zu seinem fünften Saisontreffer kam. Offensiv wurde einmal mehr ersichtlich, dass dem FC Wil ein «Knipser» vor dem Tor fehlt. Gute Ansätze mündeten zu selten in Torchancen und nie in einen Treffer.

Bis zum Jahresende noch gegen drei Spitzenteams

Es war bereits das zwölfte Spiel hintereinander, in welchem die Wiler ohne Sieg blieben. Das entspricht einem Drittel der ganzen Saison. Zum Negativrekord fehlen noch fünf Spiele. Zwischen dem 23. Oktober des vergangenen Jahres und dem 30. April 2017 waren die Wiler im Zuge des abrupten Abgangs der türkischen Investoren ganze 17 Spiele ohne Vollerfolg geblieben. Bereits jetzt spitzt sich die Situation am Tabellenende aber zu und die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller. Der Rückstand auf den Nicht-Abstiegsplatz beträgt neu drei Punkte. Und die verbleibenden drei Gegner in diesem Jahr gehören aktuell alle zu den besten vier Teams der Challenge League: Xamax, der erstaunliche Aufsteiger Rapperswil-Jona und Schaffhausen. «Es ist unser Ziel, die Teams vor uns nicht wegziehen zu lassen. Diesem Kampf werden wir uns stellen», sagte Fünfstück.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.