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WIL: Aargauer Fans wüten in der Toilettenanlage

Nicht alles war erfreulich am Kids-Day: Anhänger des FC Aarau lassen ihren Frust über die Niederlage an der Infrastruktur der IGP-Arena aus. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall.
Die verwüsteten Toiletten in der IGP-Arena. (Bild: PD)

Die verwüsteten Toiletten in der IGP-Arena. (Bild: PD)

Die Fans des FC Aarau machen eine schwierige Zeit durch. Hatte sich ihr Verein vor Saisonbeginn selbstbewusst als Aufstiegsaspirant bezeichnet, so liegen die Aargauer nach der 0:1-Niederlage im Bergholz nach Verlustpunkten gar hinter dem FC Wil, der zur Winterpause noch Tabellenletzter gewesen war.

Ihren Frust liessen die Fans des FC Aarau am Freitagabend beim Spiel in der Wiler IGP-Arena am Mobiliar der WC-Anlage aus. So manches wurde mutwillig zerstört, Türen ausgehängt, der Boden glich einem Schlachtfeld. Dabei hatten auch die Anhänger der Aarauer vom Gratiseintritt profitiert.

Der FC Wil organisierte an diesem Abend den ersten Kids-Day und lud um die 1000 Kinder mit ihren Eltern ans Spiel ein. Der Eintritt auf den Stehplätzen war frei. Dies zog fast 2200 Zuschauer an, womit der bisherige Saisonrekord von 1280 Fans deutlich überboten wurde.

Anzeige gegen Unbekannt wäre wohl chancenlos

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass der FC Wil nach einem aus sportlicher Optik nahezu bedeutungslosen Heimspiel die WCs instand stellen muss. Als Mitte Februar der FC Winterthur zu Gast war, habe es ähnlich ausgesehen, sagt Kurt Eigenmann, Leiter Organisation beim FC Wil, und fügt hinzu: «Nach den Spielen gegen Aarau und Winterthur ist leider meistens etwas kaputt.» Im konkreten Fall verzichtet der FC Wil auf juristische Schritte.

Da die Toiletten nicht videoüberwacht sind, müsste der Verein Anzeige gegen Unbekannt erstatten. Die Erfolgschancen, die Täter ausfindig zu machen, wären jedoch äusserst gering. Anders sieht es im Fall Winterthur aus, wo mittlerweile «zwei bis drei Personen bekannt sind». Ob der FC Wil so zu Schadenersatz kommt, ist allerdings ungewiss.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

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