Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WIL: 88 Schäfchen verloren gegangen

Die Evangelische Kirchgemeinde schreibt rote Zahlen. Im Budget 2018 rechnet sie ebenfalls mit einem Defizit. Auch der Mitgliederschwund hält an. Der Kirchgemeindepräsident will die Situation aber nicht dramatisieren.
Gianni Amstutz
Das Pfarrhaus soll besser vor dem Lärm durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Mattstrasse geschützt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Das Pfarrhaus soll besser vor dem Lärm durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Mattstrasse geschützt werden. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

Die Rechnung 2017 der Evangelischen Kirchgemeinde schliesst deutlich besser als erwartet. Trotzdem resultiert ein kleines Defizit von 9000 Franken. Budgetiert war jedoch ein Verlust von 79000 Franken. Die Besserstellung gegenüber dem Budget sei vor allem auf die grosse Ausgabendisziplin und ausserordentliche Steuereinnahmen zurückzuführen, wie die Evangelische Kirchgemeinde mitteilt. Auch im Budget 2018 wird mit einem Ausgabenüberschuss von 21000 Franken gerechnet.

Ein Grund für diese finanziellen Defizite sind rückläufige Mitgliederzahlen. 2017 verlor die Evangelische Kirchgemeinde 88 Mitglieder gegenüber dem Vorjahr. «Diese Situation fordert uns», sagt Kirchgemeindepräsident Peter Burkhart. Wenn die Tendenz anhalte oder sich verstärke, gebe es zwei Optionen. Entweder die Steuern müssten erhöht werden oder Geld eingespart werden. «Man darf die Situation aber auch nicht dramatisieren.»

Zwei Anträge an die Kirchbürger

Als erste Massnahme, um auch in Zukunft die betrieblichen Ausgaben der Kirchgemeinde finanzieren zu können, schlägt die Kirchenvorsteherschaft die Umlagerung eines Steuerprozentes vor. Die ordentliche Steuer soll von 20 auf 21 Prozent erhöht werden, während die Bausteuer von 3 auf 2 Prozent reduziert wird. Die Bausteuer ist zweckgebunden und darf nur für die Amortisationen und Verzinsung des Kirchgemeindehauses und der Jugendräume verwendet werden. Die vorgegebene Frist von 20 Jahren zur Amortisierung des Kirchgemeindehauses könne problemlos mit zwei Steuerprozent eingehalten werden, sagt Peter Burkhart. Durch die Umfinanzierung innerhalb des Kirchgemeindebudgets könne das Geld anders eingesetzt werden, ohne dass sich jedoch am Gesamtsteuerfuss von 23 Prozent etwas ändere.

Zudem kann die Kirchbürgerschaft an der Versammlung am Sonntag, 25. März, über den Bau einer Lärmschutzwand entlang der Mattstrasse befinden, welche das Pfarrhaus vor den Lärmimmissionen der intensiv befahrenen Strasse schützen soll. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 101000 Franken. Weil die Stadt Wil plant, die Mattstrasse für den Bau eines Velostreifens zu verbreitern, müssen die bestehende Mauer zurückgebaut und die Hecke gerodet werden. Die Stadt würde sich deshalb mit 48000 Franken an den Kosten beteiligen. Dieser Betrag wäre nötig, um die Mauer und Hecke andernorts wiederherzustellen. «Auf die Kirchgemeinde entfallen somit nur noch 53000 Franken, weshalb es der ideale Zeitpunkt zum Bau der Lärmschutzwand ist», sagt Burkhart.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.