WIL: 125 Autos: Nicht parkiert, nur ausgestellt

Einmal pro Jahr sind in der Fussgängerzone auch Automobile willkommen. Und das in schier unglaublicher Menge. Wenn mehr als 100 Autos die Obere Bahnhofstrasse säumen, ist Wiler Autotag.

Drucken
125 Autos von mehr als 20 Herstellern, präsentiert von neun Garagen an einem Ort: Das war der Wiler Autotag 2017. (Bilder: Hans Suter)

125 Autos von mehr als 20 Herstellern, präsentiert von neun Garagen an einem Ort: Das war der Wiler Autotag 2017. (Bilder: Hans Suter)

Mehr als 120 Autos in der neuen Wiler Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse: Vor 20 Jahren sorgte das hier und da noch für erhitzte Gemüter. Mittlerweile findet der Wiler Autotag der Vereinigung regionaler Automobil-Vertragshändler (VAV) regelmässig im Herbst statt. Vergangenen Samstag zum 20. Mal. Allerdings gibt es ihn schon länger: «Den ersten VAV-Autotag führten wir noch vor der Realisierung der Fussgängerzone durch», sagt VAV-Präsident Marcel Wolgensinger. «Wegen der Bauarbeiten mussten wir dann ein Jahr aussetzen, weshalb wir in diesem Jahr die 20. Ausgabe feiern durften.»

125 Fahrzeuge von mehr als 20 Marken von neun Garagenbetrieben waren diesmal ausgestellt. Und das Publikum kam in Scharen. «Es wird sehr geschätzt, so viele Fahrzeuge verschiedenster Hersteller an einem Ort zu sehen, ohne ein Verkaufslokal betreten zu müssen. In der offenen Ausstellung gibt es diese Schwellenangst nicht wie beim Betreten eines Verkaufsraums», sagt Stefan Frick von der Peugeot-Gararage Zollikofer AG. Dem pflichten auch andere Garagisten zu, etwa Hanspeter von Rotz von der Autowelt von Rotz, Bruno Jäger von der Liga oder Stephan Menti von der Garage Sepp Fässler AG. «Man kann in aller Ruhe ungestört die verschiedenen Fahrezeuge anschauen und vergleichen. Wer eine Frage hat, dem steht geschultes Personal zur Verfügung. Wer nur schauen will, kann das nach Herzenslust tun», erläutert Marcel Wolgensinger das Konzept. Man könne diese Veranstaltung durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnen. «Der Wiler Autotag hat sich etabliert und institutionalisiert.»

Den Automobilunternehmen in der Region tut das gut. Die ganze Branche schwebt derzeit zwischen dem abklingenden, aber noch nachhallenden Dieselskandal und umfassenden Mobilitätsveränderungen durch die Lancierung von Elektrofahrzeugen und immer mehr Fahrassistenten bis ihn zum selbstfahrenden Auto. Alles ist in Bewegung. Etwas unklar ist nur die Richtung.

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch