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Wieso ausgerechnet die Gegner die Bedingungen der Kathi-Rettung bestimmen könnten

Die Mehrheit der Wiler Stadtparlamentarier scheint eine Oberstufenstruktur mit der Mädchensekundarschule St. Katharina zu befürworten. Das heisst aber nicht, dass die Gegner in der Entscheidung um die Zukunft des Kathi völlig machtlos sind.
Gianni Amstutz
Wird beinahe vergessen: Bei der Oberstufen-Diskussion geht es auch um die Zukunft der Oberstufe Sonnenhof.Bild: Gianni Amstutz

Wird beinahe vergessen: Bei der Oberstufen-Diskussion geht es auch um die Zukunft der Oberstufe Sonnenhof.Bild: Gianni Amstutz

25 Politiker wollen eine Wiler Oberstufenstruktur mit der Schule St.Katharina. Damit ist eigentlich klar, dass die vom Stadtrat vorgeschlagene Lösung, bei der das Kathi keine Rolle mehr spielen würde, im Stadtparlament chancenlos bleiben wird.

Ist das Kathi damit also gerettet? Mitnichten. Die Zukunft der Schule könnte nicht nur beim Scheitern der Vertragsverhandlungen zwischen der Stiftung Schule St.Katharina und der Stadt oder bei einer allfälligen Volksabstimmung erneut in Frage gestellt werden. Denn auch im Parlament muss zuerst eine Mehrheit für einen der beiden Rückweisungsanträge zustande kommen.

Es kommt wohl zur Gegenüberstellung

Da die Anträge der Bildungskommission und der Grünen Prowil zur Rettung des Kathi nicht miteinander vereinbar sind, wird es im Parlament zur Gegenüberstellung kommen.

Will heissen: Das Parlament bestimmt, welcher der beiden Rückweisungsanträge zur Abstimmung gelangt. Der Antrag der Bildungskommission startet dabei aus der Pole Position, da sowohl SVP als auch CVP diesen bevorzugen dürften. Gemeinsam bringen es die Fraktionen auf 19 der insgesamt 40 Stimmen. Sie haben damit also noch keine Mehrheit.

Für die Lösung der Grünen Prowil könnte sprechen, dass diese stärker auf die Bedürfnisse der Stadt zugeschnitten ist. Das könnte dazu führen, dass auch die Kathi-Gegner geneigt sind, diesem Antrag den Vorzug zu geben. Denn auch sie können sich zwischen den Rückweisungsanträgen entscheiden, auch wenn sie danach aller Voraussicht nach den obsiegenden Rückweisungsantrag ablehnen werden.

Entscheidende Stimmen von Kathi-Gegnern

Das führt zur absurden Situation, dass die entscheidenden Stimmen für einen der beiden Rückweisungsanträge zur Rettung des Kathi von Parlamentariern kommen könnten, die eine Lösung mit dem Kathi eigentlich generell ablehnen. Sie wollen zwar eine Lösung ohne Kathi, bei der Gegenüberstellung müssen bzw. dürfen sie aber auch abstimmen.

Hierbei könnte auch politisches Kalkül eine Rolle spielen. So könnten einige der Kathi-Gegner geneigt sein, in der Gegenüberstellung für den vermeintlich extremeren Vorschlag der Bildungskommission zu stimmen. Dies in der Hoffnung, dass die Chancen für diesen bei einer Schlussabstimmung geringer sind.

Geringer deshalb, weil dann die Stimmen der Grünen Prowil wohl wegfallen würden. Denn die Grünen haben klar gemacht, dass es für sie nur eine Lösung gibt. Jene, die sie selbst vorbringen.

Das gilt zumindest für die Fraktionsmehrheit. Einer, auf den am Donnerstag alle Augen gerichtet sein dürften, ist Michael Sarbach. Er ist nämlich nicht nur Mitglied der Grünen Prowil, sondern auch Lehrer am Kathi. Stimmt er für den besser auf die Bedürfnisse des Kathi zugeschnittenen Rückweisungsantrag der Bildungskommission, dürfte das wohl schon zu dessen Erfolg reichen.

Es darf ein knappes Ergebnis erwartet werden. Bei dieser Ausgangslage könnten selbst Abwesenheiten an der Sitzung den Ausschlag geben.

Hinweis
Parlamentssitzung am Donnerstag, 29. August, 17 Uhr, Tonhalle.

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