Wieder mit einigen Neuerungen

Am Samstag fanden auf dem Renngelände in Zuckenriet in allen Solo-Kategorien Rennen der Motocross Race Serie (MXRS) statt. Gestern folgten die Läufe der FMS-Schweizer-Meisterschaft. Neu war ein drei Meter hoher Wall beim Ziel.

Ernst Inauen
Merken
Drucken
Teilen
Pistenbauer Christian Chanton war für eine anspruchsvolle Strecke besorgt.

Pistenbauer Christian Chanton war für eine anspruchsvolle Strecke besorgt.

ZUCKENRIET. Nach dem ersten Motocrosstag in Zuckenriet blickte OK-Präsident Urs Ulli am Samstagabend zufrieden auf die erste Rennhälfte zurück. «Unsere Anstrengungen für die Motocross-Grossveranstaltung in Zuckenriet sind mit einem grossen Teilnehmerfeld und zufriedenen Besuchern belohnt worden. Es gab keine besonderen Zwischenfälle.» Von Jahr zu Jahr seien aufgrund der Erfahrungen Verbesserungen eingeflossen.

Auch die Zusammenarbeit mit Christian Chanton, Organisator der Motocross Race Serie (MXRS), verlaufe kooperativ. Der ehemalige Spitzenfahrer und WM-Teilnehmer aus Lutherbach ist in Zuckenriet Pistenbauer und für den technischen Teil verantwortlich.

Spektakel im Zielgelände

Am Samstag wurden Läufe in den Kategorien Minis 50 ccm, Scott-Kids-Cup 65, Kids 85 ccm, 125 ccm Fun, 125 ccm Race, Open Race, Senioren und Women, Open Super Race, Oldtimer sowie die Rennen der Clubklasse MCMTG durchgeführt. Insgesamt waren gegen 300 Fahrer am Start. Für die am Sonntag stattfindende Schweizer Meisterschaft waren weitere 150 Spitzenfahrer, zum Teil aus dem Ausland, eingeschrieben. Ein Novum bedeuten die Meisterschaftsläufe in der Kategorie Seitenwagen. «Ich bin stolz, dass wir erstmals nach 30 Jahren im Kanton St. Gallen wieder die besten Seitenwagen-Gespanne der Schweiz in Zuckenriet sehen konnten», sagte Ulli.

Wegen eines Zwischenfalls am Sonntag (siehe Kasten) musste das Seitenwagenrennen zeitlich nach hinten verschoben werden. Es starteten nur noch zehn statt wie geplant zwölf Paare. Der Sieg ging schliesslich an das Duo Hofmann/Dörig.

Verletzung wirft Seiler zurück

Auf dem Gelände beim Hof Hölzeren präparierte Chanton eine anspruchsvolle Piste mit engen Kurven und Sprunghügeln. Neu war der künstliche, 25 Meter lange und 3 Meter hohe Wall im Zielgelände, der spektakuläre Sprünge ermöglichte.

Auch einige Fahrer aus der Region Wil machten positiv auf sich aufmerksam. Jens Eigenmann, wenige Kilometer vom Festgelände zu Hause, verpasste eine Top-Zehn-Plazierung in der 125-ccm-Race-Klasse ganz knapp. Pablo Zablonier aus Rickenbach fuhr in der Clubklasse MCMTG auf den dritten Rang. Der talentierte Nachwuchsfahrer Nico Seiler aus Lütisburg konnte sein Können verletzungshalber nicht ausspielen. Der 16-Jährige startete zwar an der Spitze, spürte während des Rennens jedoch immer stärkere Schmerzen und fiel zurück.

Ein Heimspiel hatten die Söhne der Familie Isler aus Oberbüren. Vater Marco wuchs in Zuckenriet auf und betrieb den Rennsport während einiger Jahre intensiv. Der 12jährige Kimi belegte bei den Minis 85 den fünften Rang. Sein Bruder Travis (10 Jahre) startete im Kids Cup 65 und kam ins Mittelfeld.

Überholmanöver waren in den engen Kurven schwierig. (Bilder: Ernst Inauen)

Überholmanöver waren in den engen Kurven schwierig. (Bilder: Ernst Inauen)

Erstmals seit 30 Jahren gab es Motocross im Kanton St. Gallen.

Erstmals seit 30 Jahren gab es Motocross im Kanton St. Gallen.