Wieder fehlte wenig zum Erfolg

Zum vierten Mal in Serie verliert der EHC Uzwil. Trotz leichten Vorteilen unterliegen die Uzwiler dem EHC Arosa mit 1:2. Ein Wechselfehler kurz vor Spielende ermöglicht den Bündnern in Überzahl den Sieg. Damit fallen die Untertoggenburger in der Tabelle weiter zurück.

David Metzger
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Die Uzwiler (schwarz) konnten den Gegner nicht zu Fall bringen. (Bild: dam.)

Die Uzwiler (schwarz) konnten den Gegner nicht zu Fall bringen. (Bild: dam.)

EISHOCKEY. Als zum Saisonstart die beiden Teams im Rahmen eines Promotionsanlasses im Zürcher Hallenstadion aufeinandertrafen, wohnten 5086 Zuschauer der Partie bei. Diesmal, zu Beginn der Rückrunde, fiel die Besucherzahl spärlicher aus. Nur gerade 281 Zuschauer, darunter notabene viele Arosa-Fans, kamen in den Genuss von einem spannenden und umkämpften Spiel mit dem besseren Ende für die Gäste. Über die gesamte Begegnung betrachtet, darf der Erfolg der Bündner als schmeichelhaft bewertet werden, hatten die Uzwiler doch ein klares Chancenplus zu verzeichnen. Einmal mehr blieb der Ertrag für die Mannschaft von Roger Bader allerdings aus.

Zu knappe Führung

Wie prognostiziert starteten die beiden Mannschaften vorsichtig ins Spiel. Nach einer fünfminütigen Abtastphase liess Uzwil seine Muskeln das erste Mal spielen, und Fehlmann brachte die Untertoggenburger in Führung. Vom Torerfolg aufgeblüht, erspielte sich das Heimteam weitere Torchancen. Stoob nach einem Sololauf und Stüssi mit einem Weitschuss an den Pfosten verpassten es allerdings, das Skore zu erhöhen. «Hätten wir nach dem ersten Drittel mit zwei oder drei Toren geführt, wäre das Spiel ganz anders verlaufen. Leider lassen wir noch immer zu viele Möglichkeiten ungenutzt», so Uzwil-Trainer Bader kurz nach Spielschluss.

Wie einfach es geht, ein Tor zu schiessen, demonstrierten dann die Bündner. Auf einen Fehler im Spielaufbau von Stoob wissen Ziegler und Cola zu profitieren und die Partie auszugleichen. Damit konnte die Partie von neuem beginnen.

Sowohl das dezimiert angetretene Heimteam als auch die weither gereisten Gäste erzwangen mit gutem Forechecking Fehler beim Gegner und erspielten sich gleichzeitig die eine oder andere gute Chance. Daraus gemacht haben beide Mannschaften im Verhältnis aber sehr wenig.

Wechselfehler am Ursprung

Bitter für die Uzwiler dann die 57. Spielminute. Nach viel Engagement und Kampf passiert ein Wechselfehler, ein sechster Feldspieler landet auf dem Eis. Die daraus resultierende Strafe wissen die Bündner im Powerplay auszunützen und den Uzwilern die vierte Niederlage in Serie zuzufügen. Frustriert über den kapitalen Fehler zum Schluss gibt Roger Bader zu Protokoll, seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen zu können. «Der Gegner war nicht besser. Wir könnten aus den letzten vier Spielen auch neun Punkte haben. Leider fehlte uns in den letzten Partien eine gewisse Substanz, welche von Nöten ist, um enge Spiele zu entscheiden.»

Uzwil – Arosa 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) Uzehalle – 281 Zuschauer – Sr. Grassi (Betschart, Keller). Tore: 7. Fehlmann (Bucher, Heid) 1:0, 25. Cola (Ziegler) 1:1, 58. Bonorand (Bigliel, Ziegler, Ausschluss Koch) 1:2. Strafen: 6mal 2 Min. gegen Uzwil. 5mal 2 Min. plus 1mal 10 Min Disziplinarstrafe (M. Schlupf) gegen Arosa. EHC Uzwil: Gallmann; Klopfer, Hollenstein, Bischof, Locher, Hohlbaum, Bucher, Stüssi, Sinnathurai, Sturzenegger, Hofer, Frick, Grau, Heid, Koch, Scherrer, Stoob, Fehlmann. EHC Arosa: Klingler; Marugg, R. Schlupf, Ziegler, Bonorand, Cola, Schett, Rietberger, Mazza, Capaul, Gerhard, Rada, Pfister, Kuppelwieser, M. Schlupf, Tischhauser, Figini, Brun, Hoststettler, Bigliel, Paul. Bemerkungen: EHC Uzwil ohne Swart, Rüfenacht, Steiner, Frei (alle verletzt) und Fisch (andere Gründe). 11. Pfostenschuss Stüssi. 60. Time-out Uzwil. Uzwil ab 59:02 ohne Torhüter dafür mit sechstem Feldspieler.

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