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Wie sich Abfall vermeiden lässt: Workshop zum Thema «Zero Waste» an der Volkshochschule Wil

Wer glaubt, Nachhaltigkeit interessiere die Jugend nicht, sieht sich getäuscht. Am Workshop der Volkshochschule nahmen viele jüngere Teilnehmer teil. In drei Stunden zu mehr Umweltschutz und weniger Abfall.
Christoph Heer
Umweltaktivistin Gabriele Kull referiert am Workshop Zero Waste und Plastik an der Volkshochschule in Wil. Teilnehmer von Matzingen, Wil und Appenzell bis Altstätten nehmen daran teil. (Bild: Christoph Heer)

Umweltaktivistin Gabriele Kull referiert am Workshop Zero Waste und Plastik an der Volkshochschule in Wil. Teilnehmer von Matzingen, Wil und Appenzell bis Altstätten nehmen daran teil. (Bild: Christoph Heer)

Unsere Ressourcen auf der Erde sind endlich. Nichts ist für die Ewigkeit, also tragen wir zu unseren lebenswichtigsten Gütern Sorge. Eine Botschaft, die sich jeder Einzelne hinter die Ohren schreiben sollte, aber leider nicht macht. Unendlich gross sind die Abfallberge auch in der Schweiz, die als europaweit zweitgrösster Abfallproduzent einen miserablen Rang auf dieser Liste belegt.

Gegensteuer bieten Organisationen wie die Schweizer Stiftung World Wide Fund for Nature, kurz WWF. Der WWF setzt sich ein für den Erhalt der biologischen Vielfalt der Erde, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Eindämmung von Umweltverschmutzung und schädlichen Konsumverhaltens.

Insbesondere dem Letztgenannten, dem schädlichen Konsumverhalten, will man Paroli bieten. Hierzu werden schweizweit Workshops angeboten, am Samstag an der Volkshochschule (VHS) Wil. In Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) und dem WWF Regiobüro beider Kantone Appenzell, St. Gallen und Thurgau, lassen sich hierbei über 20 Personen informieren, instruieren und zum Umdenken anregen.

Täglich zwei Kilogramm Abfall pro Person

Nach der Begrüssung durch VHS-Schulleiter Daniel Schönenberger, tritt die Umweltaktivistin Gabriele Kull als Referentin auf. Unverblümt zeigt sie auf, wie nachlässig mit unserer Erde und ihren endlichen Ressourcen umgegangen wird. «Rund 800 Kilogramm Abfall pro Einwohner und Jahr werden bei uns produziert. Mehr als die Hälfte davon endet in Verbrennungsanlagen und produziert Luftschadstoffe. Der Rest wird getrennt und wiederverwertet oder anders formuliert, bearbeitet und aufgewertet, um neue Gegenstände zu kreieren.»

Gabriele Kull verfolgt ein Ziel, nämlich Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. «Durch ein Leben ohne Abfall möchten wir über das Recycling-Konzept hinausgehen, mit dem Gedanken, dass der allerbeste Recycling-Abfall derjenige ist, den es gar nicht gibt», sagt sie propagierend. Am samstäglichen Workshop werden in Gruppenarbeiten die fünf Schwerpunkte einer Abfallverminderung bearbeitet. Überdenken – Verweigern – Reduzieren – Wiederverwenden – Rezyklieren, lauten die Stichworte dafür. Jeder kann einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Es müssen nicht immer die grossen Familienpackungen von den Grosshändlern sein. Aus diesen resultiert wiederkehrend unnötiger Abfall, sei es vom Produkt oder der Verpackung.

Alternativ wird empfohlen mehr in den Zero-Waste-Läden einzukaufen. In diesen Geschäften, die schweizweit auf dem Vormarsch sind, kann man vorhandene Verpackungen mitnehmen und nur die benötigte Produktemenge abpacken; eine Win-Win-Situation. Im Einzugsgebiet der «Wiler Zeitung» gibt es noch keinen Zero-Waste-Laden. Gerüchten zu Folge soll sich das aber bald ändern. Vollgepackt mit Informationen, Tipps und Tricks, beenden die Teilnehmer den Workshop. In ihrem Umfeld werden sie jetzt mit Sicherheit vermehrt darauf achten, wie ihr «Abfallverhalten» in Zukunft aussehen wird.

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