Wie man im Grosskreisel richtig fährt

Ende Jahr gibt es in Wil zwei Kreisel, in denen nebeneinander gefahren werden kann. Obwohl man dies beim umgebauten Sonnmatt-Kreisel bereits jetzt tun könnte, wird die Möglichkeit kaum wahrgenommen. Die Wiler Zeitung zeigt auf, wann man sich auf die innere Spur begeben soll.

Simon Dudle
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Rohbau abgeschlossen: Den neuen Bypass beim Wilfeld-Kreisel nutzen aber noch nicht allzu viele Verkehrsteilnehmer. (Bilder: Hans Suter)

Rohbau abgeschlossen: Den neuen Bypass beim Wilfeld-Kreisel nutzen aber noch nicht allzu viele Verkehrsteilnehmer. (Bilder: Hans Suter)

WIL. Seit März des vergangenen Jahres werden an der Ortsgrenze zwischen Wil und Rickenbach zwei Kreisel gebaut. Zudem ist jener beim Mc Donald's in den letzten Monaten baulich verändert worden. Diese Anpassungen sind nötig, da sonst ein Verkehrskollaps droht. Kostenpunkt: neun Millionen Franken.

Zwei der drei Kreisel – nämlich jene beim Mc Donald's und bei der Freudenau – sind insofern speziell, als dass sie neun und zehn Meter breite Spuren haben und somit doppelspurig befahren werden können. Während der Bau des Freudenau-Kreisels erst heute beginnt (siehe Infokasten rechts), ist es beim Sonnmatt-Kreisel neben dem Fastfood-Riesen bereits möglich, parallel zu fahren. Genutzt wird das Angebot, trotz entsprechender Einspur-Möglichkeit, aber noch kaum, wie ein Augenschein gestern nachmittag vor Ort gezeigt hat.

Wenige Beispiele

Dies ist nicht zufällig: Solche überbreite Kreisel sind in der Region selten. Im ganzen Kanton Thurgau gibt es keinen einzigen zweispurigen. In Kanton St. Gallen haben jene in Abtwil und St. Margrethen eine gewisse Bekanntheit. Trotzdem: Wie man sich richtig verhält und wann man in die innere Spur wechselt, ist vielen noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, klärt auf: «Wenn man rechts abbiegen oder geradeaus fahren will, dann bleibt man auf der rechten Spur. Wenn man links abbiegen möchte, dann kann man nach links wechseln. Es ist allerdings nicht verboten, auf der rechten Spur zu bleiben.» Wenn man auf der inneren Spur ist, muss man allen anderen Verkehrsteilnehmern den Vortritt gewähren, auch wenn gegebenenfalls eine zusätzliche Runde zu drehen ist.

Die gleichen Regeln zählen in einem zweispurigen Kreisel für die Radfahrer. «Sie sollen in der Mitte der entsprechenden Spur bleiben und damit für die anderen Verkehrsteilnehmer jederzeit sichtbar sein», sagt Rezzoli.

Blinken ist Pflicht

Beim Thema Blinken spielt die Breite des Kreisels keine Rolle. Auch wenn beileibe nicht jeder das Verlassen des Kreisels anzeigt, so ist dies vorgeschrieben. Laut Rezzoli ist grundsätzlich eine Busse möglich, wenn man das Blinken unterlässt. In der Praxis werden bis jetzt aber keine solchen ausgesprochen.

Zu fragen bleibt: Ist ein zweispuriger Kreisel gefährlicher als ein kleineres Format? «Grundsätzlich nicht. Bei zwei Spuren ist der Autofahrer mehr gefordert und muss sich zusätzlich konzentrieren», sagt Rezzoli.

Beim umgebauten Sonnmatt-Kreisel ist die zweite Zufahrtsspur zwar bereits vorhanden, wird aber ebenfalls noch kaum befahren.

Beim umgebauten Sonnmatt-Kreisel ist die zweite Zufahrtsspur zwar bereits vorhanden, wird aber ebenfalls noch kaum befahren.

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