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Wie ein umgekehrter Schwingbesen

«Skulptur Sturmobst» nennt Sekschüler Christoph Müller aus Lachen bei St. Margarethen seinen fast vier Meter grossen Obstbaum, den er aus einer Tanne angefertigt hat. Die Idee entstand im Zeichenunterricht. Nächste Woche wird das Objekt ausgestellt. Der Transport an den Ausstellungsort Wängi ist noch zu klären.
Maya Heizmann
Schüler Christoph Müller posiert vor seiner Skulptur. (Bild: Maya Heizmann)

Schüler Christoph Müller posiert vor seiner Skulptur. (Bild: Maya Heizmann)

LACHEN. Ein grosser Obstbaum steht vor der Werkstatt des Bauernbetriebs von Cornelia und Adrian Müller. Er ist von weitem zu sehen, denn die Holzskulptur ist fast vier Meter hoch.

Thema in der Schule

«Der Standort meines Werkes wird immer vor unserem alten Schuppen sein, weil das helle Holz dort einen schwarzen Hintergrund hat. Wenn der Obstbaum nach 70 Jahren hässlich und von Würmern zerfressen sein wird, dann wird er als Brennholz genutzt werden, was ich nicht hoffe», schrieb der 15jährige Christoph Müller in sein Werkheft.

Im Zeichenunterricht der Sekundarschule Wängi war bei Lehrer Anton Wiedemann das Thema Skulpturen angesagt. Erst schufen die Schüler Werke aus Papier, danach formten sie mit Rundhölzern weitere Figuren. «Ich nannte meine dreidimensionale Skulptur <Lebensgang>, ich war selber überrascht, wie gut meine Arbeit mit den Farben aussah», freut sich der Lachener. Danach galt es, zu Hause eine eigene Skulptur anzufertigen.

Etwas Grosses machen

Lange wusste Christoph Müller nicht, was er kreieren sollte. Vielfach wurde das Thema am Mittagstisch mit den Eltern und den Geschwistern diskutiert. «Plötzlich entstand die Idee, einen Baum zu gestalten, ich wollte etwas Grosses machen», sagt Müller. «In unserem Wald stand nach einem heftigen Sturm eine grosse Tanne ohne Wipfel.» Der Baum wurde gefällt, und dessen Rundholzstamm wurde als Grundsockel verwendet. «Doch erst musste ich ein Modell anfertigen», erklärt der Sekschüler.

Umgekehrter Schwingbesen

«Zum Glück half mir mein Vater bei den Grobarbeiten, so konnte im Teamwork mein Plan verwirklicht werden.» In der benachbarten Sägerei wurden die Bretter zu- und dann eingeschnitten, danach wurden die gewölbten Schichtplatten angebracht.

Die Schindeln entstanden von Abschnitten aus der Sägerei. Nun mussten nur noch die Äpfel und Birnen ausgesägt werden. «Mein Baum sieht aus wie ein umgekehrter Schwingbesen, es könnte auch ein Teppichklopfer sein», lacht der Erbauer. «Meine Skulptur wurde in vier Tagen fertiggestellt», sagt Müller. Am kommenden Donnerstag werden alle Skulpturen-Schülerarbeiten beim Sekundarschulhaus Wängi ausgestellt. Noch weiss Müller nicht, wie er sein Werk ins Schulareal befördern kann. Zum Glück gibt es einen Traktor im elterlichen Betrieb.

Tenorhorn und Alphorn

«Ich möchte einmal Pöstler werden», sagt der Teenager auf die Frage nach seinem Berufswunsch. Landwirt, Gärtner oder Fachmann Betriebsunterhalt kämen auch noch in die engere Wahl. Bis dahin hat er noch Zeit, er ist erst in der zweiten Oberstufe.

In seiner Freizeit spielt er seit vier Jahren Tenorhorn beim Musikverein Alpenrösli Wängi. Seit einiger Zeit hat er Spass beim Alphornblasen.

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